Neuer Faktor für Berechnung von Milchgeld

Ab jetzt gilt ein neuer Faktor für Berechnung von Milchgeld . FOTO: agrarfoto.com

Bei der Abholung der Milch vom Hof wird diese in Litern erfasst, in den Molkereien aber in Kilogramm umgerechnet. Dieser Umrechungsfaktor betrug bisher 1,025 und entsprach damit nicht dem tatsächlichen Gewicht von 1,03 Kilogramm Milch je Liter. Der steirische Bauernbund-Abgeordnete im Nationalrat Andreas Kühberger, selbst Milchbauer, hatte eine Anpassung dieses Faktors im Sinne der Bauern gefordert. Diese Forderung wurde nun umgesetzt.
In der dieser Tage veröffentlichten Novelle der Erzeugerrahmenbedingungen-Verordnung wurde nun festgelegt, dass der Faktor ab 1. Jänner 2022 auf 1,03 Kilo pro Liter angehoben wird. Früher gab es bei der Milchabholung kleinerer Mengen mittels Saugrüssel einen höheren Lufteinschluss. Daher sei der Umrechnungsfaktor von 1,025 lange Zeit durchaus angemessen gewesen, so Kühberger. Dank moderner Absaug-Technik entspreche der Faktor 1,03 aber heute längst eher dem Wert der Dichte von Milch. Er habe daher aus Fairnessgründen die Diskussion über eine Erhöhung des Umrechnungsfaktors angeregt, sagt Kühberger: „Ein Milchbetrieb mit einem Stalldurchschnitt von 7.500 Litern erzielt bei 37 Cent pro Liter nun einen Mehrerlös von 13,9 Euro pro Kuh und Jahr. Bei 50 Kühen sind das fast 700 Euro pro Jahr mehr, die durch die Anpassung des Umrechnungsfaktors generiert werden. Dieses Beispiel verdeutliche auch das gute Zusammenspiel von Bauernbund, Landwirtschaftskammer und dem Landwirtschaftsministerium.

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AUTORonline: SN
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