Schweinemarkt KW 16-17/’22: Schwache Nachfrage, schwaches Angebot

Die erste Woche nach Ostern bringt erfahrungsgemäß eine schwierige Vermarktungssituation mit sich. Das Szenario mit stockendem Bedarf am Fleischmarkt und einer verkürzten Schlachtwoche erzeugt auch heuer Preisdruck. Unter Verweis auf das absehbare Angebotsvakuum in den nächsten Wochen konnte die Erzeugerseite insbesondere in Deutschland aber ein Minus abwehren. Auch in den übrigen EU-Ländern ist man zuversichtlich, dass sich mit steigenden Temperaturen die kurzfristige Absatzdelle rasch auflösen wird.

In Österreich liegt die Schlachtmenge in der nun auslaufenden Woche um ca. 15 % unter dem Normalwert. Vereinzelt mussten Überhänge in die neue Woche verschoben werden. Am Fleischmarkt macht sich neben der „nachösterlichen Flaute“ auch das Saisonende in den Schigebieten bemerkbar. Vor allem klein- und mittelbetriebliche Fleischhauer reagieren mit stark verminderten Bestellungen. Für den weiteren Saisonverlauf schätzt man das Fleischgeschäft aber optimistischer ein. Somit war das Angebot an der Ö-Börse reibungslos und zu unveränderten Vorwochenpreisen absetzbar.

Preise KW 16-17/’22 (Marktbericht vom 21. April 2022):

MastschweineNotierungspreis:      EUR 2,06 (=)
Berechnungsbasis:                        EUR 1,96

ZuchtenNotierungspreis:              EUR 1,40 (+0,05)
Berechnungsbasis:                        EUR 1,30

Dr. Johann Schlederer

 

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AUTORH.M.
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