Keine Feuerwerke zum Corona-Jahreswechsel

Vor solchen Bildern wird dieses Jahr abgeraten.

Das Verwenden von Feuerwerksartikeln ist im Pyrotechnikgesetz geregelt. Grundsätzlich besteht auch zu Silvester ein Verbot der Verwendung von Pyrotechnik im Ortsgebiet. Den Bürgermeistern steht es aber frei, für bestimmte Teile des Ortsgebietes Ausnahmen zu verfügen.

Gemeindebundpräsident Alfred Riedl und Innenminister Karl Nehammer appellieren jedoch eindringlich auf Feuerwerke auch außerhalb des Ortsgebietes zu verzichten. „Dieses Jahr stellt auch an den Jahreswechsel und wie wir ihn begehen besondere Anforderungen. Verzichten wir auf Feuerwerke und reduzieren damit Verletzungen. Damit können wir auf einfache Weise dazu beitragen, das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Notaufnahmen zu entlasten“, so der Innenminister. 

In vielen Gemeinden gibt es seit Jahren klare Regeln, bis hin zum generellen Verbot von Feuerwerken im Ortsgebiet zu Silvester. „Den Jahreswechsel verbringen wir dieses Mal im strengen Lockdown. Aus diesem Grund appellieren wir an die Eigenverantwortung und den Hausverstand der Menschen, sich dieses Mal beim Feuerwerk zurückzuhalten. Damit schützen wir unsere Gesundheit und schonen die Umwelt”, schließt sich Riedl an. 

Laut Nehammer wird die Polizei zum Jahreswechsel verstärkt präsent sein und die Einhaltung der Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes überwachen. 

Tierwohl und Umweltschutz im Vordergrund

In diesem Zusammenhang hat das Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com eine aktuelle Umfrage durchgeführt. Darin geht es um die Feuerwerks-Diskussionen hinsichtlich Umweltschutz, Feinstaubbelastung, Tierschutz sowie Sicherheit. 

Ein Drittel der Befragten plädierte für ein komplettes Feuerwerksverbot, große Zustimmung erhält diese Option vor allem in der Generation 50+. Knapp drei von zehn würden es befürworten, dass ausschließlich angemeldete öffentliche Feuerwerke stattfinden dürfen. Im Gegensatz dazu hält etwas weniger als jeder Zehnte es für sinnvoll, ausschließlich das Raketenabschießen im privaten Rahmen zu erlauben. Nur 12 Prozent sehen keinen Grund zur Einschränkung und würden Feuerwerke jeglicher Art stattfinden lassen.

Bei einer guten Begründung in Hinblick auf Aspekte der Sicherheit, des Umwelt- sowie des Tierschutzes zeigt der Großteil der Österreicher, darunter speziell die weibliche Bevölkerung, Verständnis für ein Verbot von Silvester-Feuerwerken für Privatpersonen. Gut sieben von zehn halten diese Regelung bei Trockenheit und Brandgefahr für angemessen, 69 Prozent aufgrund der Umweltverschmutzung und knapp zwei Drittel aus Rücksicht auf Haustiere. Unter den Haustier-Besitzern stehen sogar drei Viertel einem Verbot zum Wohl ihrer Vierbeiner positiv gegenüber. Das bunte Spektakel wegen der allgemeinen Verletzungsgefahr zu untersagen, gilt für sechs von zehn als plausibel. Das Coronavirus akzeptiert insgesamt nur jeder Zweite als Grund, Feuerwerke durch Privatpersonen gänzlich ausfallen zu lassen.

(red.V.S.)

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  • New Years Eve Fireworks Over Village Fiss In Austria With Snowy Mountains: Asvolas-stock.adobe.com
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