Seit nunmehr zwölf Jahren leistet „Ja! Natürlich“ durch die Ersteigerung eines reinrassigen Pinzgauer-Bio-Zuchtstiers im Rahmen des Maishofner Herbststiermarkts einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Rinderrasse. Die ersteigerten und an den Pinzgauer Rinderzuchtverband übergebenen Zuchttiere haben inzwischen für einen erheblichen Zuchtfortschritt und eine erfreuliche Nachkommenschaft von mehr als 6.000 Tieren gesorgt.

Zusätzlich wird das Zuchtprogramm durch den jährlichen Ankauf von zehn bis zwölf „Teststiere“ unterstützt. Durch die Kooperation wird das öffentliche Bewusstsein für den Artenschutz in der Rinderzucht geschärft und dafür gesorgt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten verstärkt zu Erzeugnissen des Pinzgauer Rindes greifen.

Herbststiermarkt – auch in Corona-Zeiten erforderlich

41 reinrassige Pinzgauer Zuchtstiere suchten heuer auf dem traditionsträchtigen Herbststiermarkt in Maishofen einen neuen Besitzer. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Veranstaltung dieses Jahr in kleinerem Rahmen statt. Dennoch konnten via Online-Übertragung Teilnehmer aus ganz Österreich der Versteigerung bewohnen. Eine Absage oder Verschiebung der Versteigerung kam nicht infrage – die Zeitfenster, in denen Kühe trächtig werden können, ändern sich schließlich nicht und müssen zum Fortbestand der Rasse eingehalten werden.

„Die Landwirtschaft spielt in Krisensituationen immer eine besondere Rolle. Arbeiten mit der Natur und mit Lebewesen können nur beschränkt im Vorhinein ‚programmiert‘ werden, sondern sind in den natürlichen Kreislauf eingebettet“, erklärt Christian Dullnigg, Obmann der ARGE Pinzgauer Rind, und betont weiter: „Einerseits muss die Lebensmittelsicherheit gewährleistet werden und andererseits ist auch der regelmäßige Absatz von Tieren notwendig. Somit ist auch eine Zuchttierversteigerung zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit der Landwirte zwingend erforderlich. Im Jahreskreislauf geborene und aufgezogene Tiere sind verkaufsreif und müssen auch abgesetzt werden.“

“Ja! Natürlich” – dem Erhalt bedrohter Rassen verpflichtet

Auch wenn aufgrund der Pandemie in diesem Jahr kein Vertreter von „Ja! Natürlich“ persönlich an der Versteigerung teilnehmen konnte, fühlt sich Österreichs größte Bio-Marke weiter dem Erhalt bedrohter Rassen verpflichtet.

„Schade, dass wir in diesem Jahr nicht live dabei sein können! Das ändert aber nichts daran, dass wir sehr stolz sind, seit 12 Jahren aktiv zur Erhaltung dieser großartigen österreichischen Rinderrasse beizutragen. Wir von Ja! Natürlich werden mit dieser Kooperation auch weiterhin dem voranschreitenden Verlust der Vielfalt in der Nutztierhaltung entgegenwirken und uns für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Wir müssen verhindern, dass wertvolle traditionelle Rassen in Vergessenheit geraten und eine professionelle züchterische Selektion unterbleibt“, betont „Ja! Natürlich“- Markenbotschafterin Martina Hörmer.

red.EH

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