“Servicestelle für die nachhaltige Beschaffung von Ei und Geflügel” (SNEG), so lautet der Name einer neuen Organisation, die den Absatz von Eiern und Geflügel aus Österreich auch in Großküchen und in der Gemeinschaftsverpflegung vorantreiben soll. Eingerichtet wurde die neue Servicestelle bereits im vergangenen November durch die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG). SNEG-Obmann ist der Geflügelmäster Markus Lukas, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die relevanten Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Laut Lukas will man den Küchenleitern und Einkäufern von Großküchen die hohen Qualitätsmaßstäbe in der heimischen Ei- und Geflügelfleischproduktion mit Beratung, Exkursionen und Workshops näher bringen und sie beim Einkauf von Eiern und Geflügel aus inländischer Produktion unterstützen.

Quelle: SNEG
Markus Lukas, Michael Wurzer: „Relevante Stakeholder vernetzen“

Bauern setzen auf Qualität und Transparenz

Bekanntlich sind die Tierschutzbestimmungen für die heimische Geflügelwirtschaft besonders streng. Umso schwieriger ist es für die heimischen Produzenten, mit Anbietern aus dem Ausland zu konkurrieren. Die heimischen Geflügelhalter bieten ihren Tieren deutlich mehr Platz als in anderen Ländern. Zudem ist die Kennzeichnung mittels Eier-Datenbank völlig transparent. In der Fütterung ist Österreichs Geflügelwirtschaft bereits voll auf gentechnikfreies Futter umgestellt. Auch wenn sich die höheren Produktionskosten im Preis niederschlagen, setzen die Bauern weiter voll auf Qualität und Transparenz.

Tierschutzstandards auch für die öffentliche Beschaffung

Um jedoch neben Billigbietern aus dem Ausland wirtschaftlich bestehen zu können, fordert ZAG-Geschäftsführer Michael Wurzer, dass die Standards des Bundestierschutzgesetzes auch als Mindestmaß beim Einkauf von Lebensmitteln durch die öffentliche Beschaffung gelten müssen.

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