Nach Ostern geht vielerorts wieder die Maisaussaat los. Damit die Kultur optimal wächst und gedeiht, ist auf folgende Punkte besonders zu achten.

1. Fruchtfolge
Auf Mais kann man ohne größere Ertragseinbußen erneut Mais anbauen. Trotzdem macht eine geregelte Fruchtfolge Sinn, da eine solche nicht nur die Bodenstruktur und den Humusgehalt fördert, sondern auch gegen Nährstoffverluste und Prob- lemunkräuter wirkt. Besonders häufig folgt Mais auf Ackergrünland oder Zwischenfrüchte.

2. Boden und Humus
Wenn der für den Anbau von Mais gewählte Acker eine gute Bodenstruktur und einen hohen Humusgehalt aufweist, leidet die Kultur weniger stark unter Trockenheit. Eine gute Bodenstruktur beugt zudem Verschlämmung und Erosion vor. Humusfördernd ist das Ausbringen von Stallmist oder Kompost, Leguminosen sowie generell das Zurücklassen von Ernterückständen auf dem Feld. Um die Bodenstruktur zu fördern, können Sie z. B. das Saatbett für die großen Maiskörner eher grob belassen. Vermeiden Sie außerdem, dass der Boden vor der Saat zu lange unbedeckt bleibt, da sonst Bodenkrümel aus der obersten Schicht durch Witterung verloren gehen.

3. Bodentemperatur
Empfohlen wird eine Maisaussaat ab einer Bodentemperatur ab 10 °C in 5 bis 10 cm Bodentiefe. Bei tieferen Temperaturen dauert es länger, bis das Korn keimt. Das wiederum begünstigt Unkräuter, die kleinen Maispflanzen zu überwuchern oder in dieser Phase auch Insekten, diese zu schädigen. Übrigens erwärmen sich Böden bei pfluglosen Anbauvarianten langsamer als gepflügte Böden. Und schwere Böden bleiben länger kühl als leichte.

4. Saatdichte
Abhängig von der gewählten Sorte, der jeweiligen Anbauzone und dem späteren Verwendungszweck liegen die Empfehlungen des Saatgutherstellers meist zwischen 80.000 und 100.000 Körnern pro Hektar. Körnermais sollte man nicht zu dicht säen, da sich sonst die Kolben aufgrund von Platzmangel weniger gut entwickeln können.

5. Saattiefe
Die optimale Saatgutablage für Mais liegt bei 4 bis 6 cm, auf schweren Böden seichter und bei leichten Böden tiefer. Blindstriegeln verringert das Unkraut, dann ist eine Tiefe von 5 cm optimal. Das Saatgut sollte jedenfalls immer von Erde bedeckt sein.

6. Bodenbearbeitung
Vorteile einer mechanischen Bodenbearbeitung sind, dass die verschlämmte Kruste aufgebrochen wird, die Mineralisation angeregt wird und zugleich Gülle oder mineralische Dünger gut einarbeiten können.

7. Düngung
Auf das Saatbett sollte man auch die Düngung abstimmen. Bei Pflügen von Böden mit guter Struktur vor der Aussaat reicht die Mineralisierung meist aus, um den Bedarf an Stickstoff (N) der Maiskeimlinge zu decken. Bei Direktsaat ist die Stickstoffmineralisierung im Boden dagegen geringer, und es empfiehlt sich eine Unterfußdüngung von 30 bis 40 kg N/ha. Ab dem Sechsblattstadium und einer Pflanzenhöhe von 30 cm empfiehlt es sich, je nach Nmin-Gehalt des Bodens 80 bis 100 kg N zu düngen. Besonders gut verwertet Mais die Nährstoffe aus Wirtschaftsdüngern. Gut verrotteter Mist ist unmittelbar vor der Bodenbearbeitung auszubringen und sofort oberflächlich einzuarbeiten, allerdings nicht mehr als 20 t Rindermist/ha, damit der Boden den N optimal nutzen und die Kultur die Nährstoffe aufnehmen kann. Gülle gilt es ebenfalls, direkt vor der Saat ausbringen, etwa 25 m3/ha. Ab 10 cm Wuchshöhe der Pflanzen kann man zusätzlich mittels Kopfdüngung güllen.

8. Phosphor
Mais benötigt für eine schnelle Jugendentwicklung ausreichend wasserlösliches Phosphat. Bei früher Saat empfiehlt sich eine Unterfußdüngung in Kombination mit mineralischem N.

9. Pflanzenschutz
Damit keine Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe entsteht, sollte der Maisbestand im Zwei- bis Achtblattstadium möglichst unkrautfrei sein. Es empfiehlt sich ein Herbizideinsatz möglichst schon im Zwei- bis Vierblattstadium. Dann besitzt der Mais nur noch wenig Blattmasse. Bei vielen Problemunkräutern im Feld braucht es eine spätere Behandlung mit Herbiziden, spätestens im Achtblattstadium.

10. Striegeln und Hacken
Zusätzlich zur Herbizidbehandlung kann man im Mais auch gut eine mechanische Unkrautbekämpfung durchführen. Die erste Keimwelle lässt sich mit Blindstriegeln bekämpfen, ab dem Zweiblattstadium mit verschiedenen Hackgeräten in einer Tiefe von 3 bis 5 cm. Fürs Hacken sollte das Unkraut noch klein sein, bei erneuter Keimung gilt es, alle ein bis zwei Wochen erneut zu hacken.

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Ein guter Start

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AUTORBERNHARD WEBER
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