25 Jahre Big M – Der Krone Einstieg in die Selbstfahrertechnologie

Spelle, im Mai 2021 – “Der 20. Mai 1996 war definitiv einer der stressigsten Tage in meinem ganzen Berufsleben”, erinnert sich Dr. Josef Horstmann an einen denkwürdigen Tag in der Maschinenfabrik Krone. Denn am besagten Montag stellte Krone erstmals den Prototypen des selbstfahrenden Hochleistungs-Mähaufbereiters Big M vor. Am Morgen der Premiere vor geladenen Pressevertretern und Krone Importeuren aus aller Welt sollte der Riesenmäher noch schnell in die Waschanlage – und auf dem Weg dorthin passierte es – ein Brand im Kabelbaum. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde der Schaden provisorisch repariert, so dass der Big M am Nachmittag wie geplant vorfahren konnte. “Wir konnten zwar nicht alle Funktionen zeigen, aber das hat an dem Tag niemand gemerkt”, so Dr. Horstmann.

Für reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgte die Arbeitsbreite des Big M von 9,10 Meter, aber der selbstfahrende Mäher setzte sich im Alltag überraschend schnell durch. “Lohnunternehmer, die einen Big M im Test hatten, waren von Anfang an begeistert. Zum einen von der Schlagkraft, zum anderen von der 40 km/h Straßenzulassung. So schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe – maximale Schlagkraft und ein schnellstmöglicher Wechsel von einer Einsatzfläche zur nächsten.“

Die einzigartige Schlagkraft des Krone Mäh-Boliden wurde 1999 in einem 24-Stunden-Dauertest nachhaltig dokumentiert. 315,1 Hektar gemähtes Grünland und ein Einzelstundenrekord von 15,2 Hektar – diese beiden Daten, mit denen Krone sogar der Eintrag in das „Guinnessbuch der Rekorde“ gelang, überzeugten auch die letzten Zweifler.

2001 präsentierte Krone dann den modifizierten Big M II; bei dieser Maschine wurde nicht nur die Arbeitsbreite auf 9,7 Meter erhöht, sondern auch der Fahrantrieb neu konzeptioniert. Dank des automotiven Antriebssystems, bei dem sich die Motordrehzahl automatisch an die Fahrgeschwindigkeit anpasst, wurde der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zur ersten Big M Baureihe spürbar gesenkt, Motor und Antrieb wurden zudem geschont. Damit konnte der Big M erneut punkten und so konstatierte Krone im Mai 2003 schon 500 verkaufte Exemplare.

Auf der Agritechnica 2007 stellte Krone eine zukunftsweisende Konzeptstudie für den Big M vor – den 510 PS-starken Big M 500 mit einer Arbeitsbreite von 13,20 Metern. “Rückblickend waren wir mit dem Big M 500 der Zeit sicherlich etwas voraus, aber das Konzept zeigte, wie sich die technische Zukunft weiter entwickeln wird”, analysiert Dr. Horstmann. Der bewährte Big M mit 9,7 m Arbeitsbreite erfreute sich unveränderter Beliebtheit – und im Oktober 2008 rollte dann auch der 1000. Big M aus der Krone Produktion in Spelle.

Auf der Agritechnica 2009 stellte Krone erstmals den Big M 400 vor. Besondere Features dieser Baureihe waren der 400-PS-starke Motor, das Niedrigdrehzahl-Konzept sowie die Ausstattung mit dem neuen HeavyDuty-Mähholm inklusive SafeCut-Fremdkörpersicherung. Mit dem Big M 420 präsentierte Krone 2011 die vierte Generation, unverändert mit 9,7 m Arbeitsbreite, aber mit neuer Optik, mit MAN-Motor und noch mehr Bedienkomfort als in den Vorgängermodellen. Die Flexibilität des Riesenmähers wurde kontinuierlich gesteigert, so konnte der Big M inzwischen für sämtliche Mähaufgaben eingesetzt werden: als Hochleistungsaufbereiter CV oder Rollenconditioner CR – oder alternativ mit Breitablage oder Schwadzusammenführung.

2017 zeigte Krone dann erstmals die fünfte Generation – den Big M 450. Besondere Features waren der stufenlose Fahrantrieb, das neue Mähwerkskonzept, inklusive der vollhydraulischen Einstellmöglichkeit des Auflagedruckes aus der Kabine für alle drei Mäheinheiten, oder auch der 449 PS-starke Liebherr-Motor, der durch ein Wartungsintervall von nun 1.000 h besticht.

Und last but not least ist der Mähaufbereiter seit 2020 in der Version Big M 450 CR auch mit Rollenaufbereiter erhältlich, diese sind z.B. für den Einsatz in Leguminosen (z.B. Luzerne) hervorragend geeignet. Dabei kann der Kunde zwischen den profilierten Kunststoffwalzen und den neuen M-Rolls Stahlwalzen wählen. Mit beiden Aufbereitervarianten erreicht der Big M 450 CR eine mustergültige Aufbereiterqualität. Der neue, robuste CR-Stahlwalzenaufbereiter mit M-Profil empfiehlt sich insbesondere beim Einsatz in extremen Bedingungen, wie z.B. bei der Ernte von blatthaltigem Futter in Regionen mit steinigen Böden.

Dr. Horstmann bilanziert: “Im Laufe von 25 Jahren hat Krone das Gesamtkonzept Selbstfahrmäher immer weiter professionalisiert. Nicht nur in starken Beständen oder am Hang überzeugt der Big M, auch auf kleinen Flächen bietet der selbstfahrende Mäher Schlagkraft pur. Aufgrund seiner Wendigkeit und der Möglichkeit, nur mit einzelnen Mähwerken zu arbeiten, ist auch das Anmähen von kleinen oder unübersichtlichen Flächen sehr einfach. So erfreut sich der Big M ungebrochener Beliebtheit, insbesondere in Deutschland, in Nordamerika, aber auch in Japan und Irland. Laut Auftragseingang wird zum Geschäftsjahresende am 31. Juli 2021 voraussichtlich der Big M Nr. 3545 aus der Fertigung rollen. Ein echter Beleg für die Erfolgsstory des selbstfahrenden Mähaufbereiters, der sich unverändert stark am Markt behauptet, und das, obwohl die PS-Zahlen bei den Schleppern und auch die Arbeitsbreiten bei den Triple-Kombinationen weiter steigen. Und eines steht auch sicher fest: Ohne den Erfolg des Big M hätte Krone vermutlich nicht den Einstieg in das Häcksler-Segment gewagt.”

Weitere Informationen unter https://landmaschinen.krone.de/deutsch/bigm450/

Firmenmitteilung

- Bildquellen -

  • BigM Krone 1996 2021 Web: Krone
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