Das Online-Werkzeug sei als Hilfestellung für die Kaufentscheidung konzipiert, heißt es.

Insgesamt 63 Gütesiegel und Initiativen für Lebensmittel und Bekleidung wurden von Südwind und Global 2000 untersucht und in den drei Kategorien „Ökologie“, „Soziales“ und „Transparenz“ anhand des Ampelschemas bewertet. Eigenmarken, die sich auf andere Siegel beziehen, und Siegel mit spezifischem Fokus wie „Ohne Gentechnik hergestellt“ wurden in der Bewertung nicht berücksichtigt und werden dem Nutzer des Tools nur mit einordnenden Kommentaren angezeigt. Ergebnis: Neun Siegel erhielten im NGO-Ranking in mindestens einer Kategorie die Bewertung grün oder „anspruchsvoll“, darunter „Fairtrade“ im Bereich Soziales und das „AMA-Biosiegel“ in Sachen Ökologie.

“Schritt in die richtige Richtung”

Das „AMAGütesiegel“, das Fischereisiegel „MSC“, die Palmöl-Zertifizierung „RSPO“ sowie das Lieferkettensiegel „amfori bepi“ schnitten in der Öko-Bewertung dagegen mit rot oder „mangelhaft“ ab. Im Falle des AMA-Gütesiegels wird dies mit der Ermangelung an Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität über das gesetzliche Maß hinaus, der teilweisen Zulassung von GVO-Futtermitteln sowie keinen standardmäßigen Tierwohlauflagen begründet. Dass diese in Form von Zusatzmodulen erhoben werden, wird dem Nutzer des Gütesiegel-Checks jedoch mitgeteilt. Ebenso wird, trotz der abschlägigen Beurteilung, die Nachvollziehbarkeit der Siegelvergabe sowie die Überprüfung durch unabhängige Kontrollstellen erwähnt. „Ein perfektes, allumfassendes Gütesiegel gibt es nicht, trotzdem sind Gütesiegel ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, hieß es im Zuge der Präsentation der Online-App.

siegelcheck.suedwind.at

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  • Vorm Supermarktregal: agrarfoto.com
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AUTORClemens Wieltsch
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