Moosbrugger setzt sich gegen Ausbreitung von TBC ein

Wildtiere übertragen TBC.

Vorarlbergs Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger reagiert auf die aktuelle Situation in seinem Bundesland. Ein aktueller Zwischenbericht zeige, dass es auch nach sieben Jahren TBC-Verwaltung nur mit einer drastischen Absenkung der Wildbestände möglich sei, die Infektionsketten in den betroffenen Gebieten zu unterbrechen und die Durchseuchungsraten zu senken. “Dass das geht, zeigen positive Beispiele wie das Klostertal. Für die landwirtschaftlichen Betriebe, für die Alpen und jene Vertreter der Jägerschaft, die gesunde Wildbestände erreichen möchten, ist der TBC-Dauerzustand in einzelnen Wildregionen nicht akzeptabel”, so Moosbrugger. 

Wie am landwirtschaftlichen Betrieb müssten bei Auftreten von TBC von der Behörde Maßnahmen verordnet werden sowie in den TBC-Gebieten alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt werden, um der Seuche Herr zu werden. Für das Jagdjahr 2020/2021 gebe es konkrete Vorgaben der zuständigen Bezirksbehörde für die Abschussplanung, verbunden mit klaren Konsequenzen bei Nichteinhaltung, so der LK-Präsident. Für die Reviere in den hauptbetroffenen Wildregionen sind bei Nichteinhaltung des Rotwildmindestabschusses (95%) im Jagdjahr 2021/2022 Hirsche der Klasse I und IIb gesperrt. Der Beginn der Schusszeit für Hirsche ist überdies an eine Mindestabschussquote bei Kahlwild (mindestens 80%) gebunden.

Positiv wertet Moosbrugger ebenso den Willen der Behörde, auch in der Härte des Vollzugs durchzugreifen. Mit Änderung der Rotwild-TBC-Verordnung kann die Bezirkshauptmannschaft in den TBC-Bekämpfungsgebieten bei einer Prävalenz größer 5% und Unterschreitung der Abschussvorgaben zudem Rotwildregulierungsgatter verordnen. Voraussetzung ist die Zustimmung des Grundeigentümers, dieser steht als Jagdverpächter und in vielen Fällen als Alpbewirtschafter stark in der Verantwortung und ist aufgefordert, diese auch wahrzunehmen. Die Untersuchung der gealpten Nutztiere und die Ausmerzung der TBC-Positiven, verhindert die Ausbreitung in den übrigen Rinderbeständen. “Wir müssen aber jetzt endlich darangehen, den Herd der Ansteckungen in den Griff zu bekommen”, so Moosbrugger.

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