Kartoffelmarkt KW 44/2021: Inlandsabsatz belebt sich

Der heimische Speisekartoffelmarkt startet ausgeglichen in den November. Nach Abschluss der Erntearbeiten sind die Lager sowohl bei den Händlern als auch bei den Landwirten gut gefüllt. Die Anlieferungen der Landwirte laufen in gewohntem Umfang. Dabei werden derzeit vorrangig Erdäpfeln aus nicht frostsicheren Lagern und Partien mit eingeschränkter Lagerfähigkeit angedient. Unverändert hoch fallen die Aussortierungen aufgrund von Drahtwurmfraß, mechanischen Beschädigungen bzw. Fäulnisstellen aus.
Das Inlandsgeschäft hat sich zuletzt etwas belebt. Monatsanfang und laufende Aktionen des LEHs sorgten dabei für leichte Impulse. Im Export blieben die Ausfuhren aufgrund der meist noch guten Versorgungslage in den Zielländern sowie den günstigen Offerten europäischer Mitbewerber überschaubar.

Erzeugerpreise unverändert

Die Erzeugerpreise verharren eine weitere Woche auf unverändertem Niveau. In Niederösterreich wurden für Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist 18 bis 20 Euro/dt bezahlt, wobei einzelne Aufkäufer Abschläge für den hohen Logistik- und Sortieraufwand in Rechnung stellen. Aus Oberösterreich wurden unverändert bis zu 25 Euro/dt genannt.

Deutschland: Lager gut gefüllt

In Deutschland sind die Erntearbeiten mittlerweile auch kurz vor ihrem Abschluss bzw. wurden schon beendet. Die Lager sind ebenfalls gut gefüllt und das noch zur Verfügung stehende Angebot direkt vom Feld oder aus Zwischenlagern reichte gut aus, um den aktuellen Bedarf abzudecken.
Der Absatz über den LEH entwickelte sich aufgrund der laufenden Herbstferien mitunter etwas ruhiger. Die Gastronomie hingegen orderte stetig. Im Export blieben die Umsätze bislang überschaubar, zuletzt wurde aber von steigendem Interesse aus Süd- und Osteuropa berichtet.
Die insgesamt gute Marktversorgung erlaubt keine Preisverbesserungen. Zu Wochenbeginn erzielte Speiseware ab Feld im Bundesdurchschnitt 12 bis 15 Euro/dt. Für Speisekartoffeln aus den Winterlägern wurden erste Preisaufschläge in der Höhe von zwei bis vier Euro/dt genannt.

Martin Schildböck, LK NÖ

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