Bauernbund begrüßt Verlustersatz für indirekt betroffene Betriebe

Corona hat für viele Betriebe schwere finanzielle Folgen. Schweine- und Weinbauern können jetzt einen Verlustersatz beantragen.

Die durch die Pandemie bedingte Schließung der Gastronomie und Hotellerie verursacht in vorgelagerten Branchen schwere Umsatzeinbußen. Zu den von Schließungen indirekt betroffenen Betrieben gehören auch landwirtschaftliche Betriebe wie Schweinebauern, Weinbaubetriebe, Kartoffelproduzenten oder Eierproduzenten.

Schweinebauern, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen Rückgang von zumindest 30 Prozent des Deckungsbeitrags erleiden mussten, sowie Weinbaubetriebe mit einem Jahresumsatzrückgang von zumindest 40 Prozent können seit Montag, 15. Februar 2021 online einen Verlustersatz für indirekt betroffene Betriebe in der Landwirtschaft beantragen.

 „Mit dem Verlustersatz können wir Einkommensverluste indirekt betroffener landwirtschaftlicher Betriebe teilweise ersetzen. Um den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen landwirtschaftlichen Branchen unter die Arme zu greifen, hat die Bundesregierung ein Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro, als nicht rückzahlbaren Zuschuss, zur Verfügung gestellt“, begrüßt Bauernbund-Präsident Georg Strasser den Verlustersatz für Bäuerinnen und Bauern.

„Mit der Verlängerung des Lockdowns ist für landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Produkte in die Gastronomie und Hotellerie liefern, noch kein klares Ende in Sicht. Der Verlustersatz von 70 Prozent ist daher ein erster Schritt, um entstandene Verluste auszugleichen und die landwirtschaftliche Produktion weiterhin sicherzustellen“, so Strasser. 

Voraussetzung für die Unterstützung

Landwirtschaftliche Betriebe, die im Betrachtungszeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben, können den Verlustersatz über die Agrarmarkt Austria (AMA) beantragen. Als Vergleichszeitraum dienen dieselben Monate des Vorjahres. Ermittelt wird der Verlust auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen. Da die verschiedenen Sparten in der Landwirtschaft unterschiedlich von Einkommensverlusten betroffen sind, wird der Verlust einzeln pauschal berechnet.

 

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