Von der Abschaffung der kalten Progression profitieren auch Landwirte

Viele Regierungen haben sie bereits angekündigt und dann wieder auf die lange Bank geschoben, jetzt setzt die schwarz-grüne Regierung die Abschaffung der kalten Progression, also der schleichenden Steuererhöhung, schrittweise um. Konkret bedeutet das für den Steuerzahler mehr Lohn, aber nicht mehr Steuern. Zwei Drittel der kalten Progression werden automatisch mit höheren Tarifstufen zurückgegeben. Das letzte Drittel wird auf Basis einer gesetzlich festgelegten Verpflichtung an Erwerbstätige zurückgegeben. 

Bisher waren Steuerzahler ab einer Einkommensgrenze von 11.000 Euro steuerpflichtig, diese Grenze erhöht sich ab 2023 auf 11.693 Euro. Pensionisten mit einer Pension von 1.100 Euro bleiben  dadurch bis 2026 fast 2.000 Euro mehr übrig. Insgesamt 7,5 Mio. Menschen profitieren in Österreich von den steuerlichen Entlastungs-Maßnahmen. Den österreichischen Steuerzahlern bleiben dadurch bis zum Jahr 2026 rund 20 Mrd. Euro an Steuerabgaben erspart. „Mit der Abschaffung der Kalten Progression setzen wir einen historischen Meilenstein. Bundeskanzler Karl Nehammer, Finanzminister Magnus Brunner und wir als gesamte Bundesregierung setzen alle Hebel in Bewegung, um die Menschen angesichts der Teuerung und Inflation zielgerichtet zu entlasten. Im Sommer haben wir ein 28 Mrd. Euro Anti-Teuerungspaket beschlossen, um den Menschen Geld zurückzugeben, das ihnen die Inflation nimmt. Die Abschaffung der Kalten Progression ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, der auch für eine wichtige Entlastung unserer Bäuerinnen und Bauern sorgt“, so Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Im 28 Mrd. Euro Anti-Teuerungspaket der Bundesregierung sind mehrere Entlastungen für die Bäuerinnen und Bauern vorgesehen. Neben der Abschaffung der kalten Progression ist auch die Anpassung der Pauschalierungsgrenzen eine davon. Allein von der Änderung bei den Pauschalierungs- und Einnahmengrenzen profitieren laut Infos aus dem Finanzministerium rund 50.000 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. 

- Bildquellen -

  • Bundesminister Totschnig: BML/BKA Dunker
- Werbung -
AUTORRed. MR
Vorheriger ArtikelAgrarpreisindex zur Pachtabrechnung
Nächster ArtikelReifen-Jubiläum mit neuen Pneus