Energiewende: Bilanz vor zweiter Regierungsklausur

Photovoltaikanlagen sollen auf versiegelten Flächen entstehen.

Bei ihrer ersten Regierungsklausur im Jänner 2023 widmete sich die Tiroler Landesregierung ganz  dem Thema Energiewende. Im Vorfeld der zweiten Regierungsklausur zog man vergangene Woche Bilanz über die Fortschritte.

„Das erste Halbjahr war der Energiewende mit all ihren Chancen und Herausforderungen gewidmet. Ein zentrales Projekt daraus ist der massive Ausbau von Photovoltaik, unter anderem mit dem Fördercall für die Errichtung von PV-Großanlagen auf Parkplätzen und anderen versiegelten Flächen“, berichtet LH Anton Mattle.

Potenzial nutzen

„Die Energiewende bleibt auch weiterhin ein zentrales Thema für Tirol. Unser Bundesland verfügt über ein enormes Potenzial, erneuerbare Energie aus Sonne, Wasser und Wind zu erzeugen. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energieträger leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern können Tirol langfristig unabhängig von ausländischen Energieimporten und resistent gegen die importierte Teuerung machen. Es braucht noch viele weitere Schritte, um die vollkommene Energieautonomie 2050 zu erreichen. Daher wurde auch bereits die Überarbeitung und Aktualisierung der Energieszenarien Tirol 2050 in Auftrag gegeben“, erklärt LH Mattle.

Insgesamt acht Millionen Euro wurden im Jänner von der Landesregierung für die Förderung von Unterkons-truktionen für PV-Großanlagen auf bereits versiegelten Flächen, wie etwa Parkplätze von Supermärkten oder Skigebieten und Lagerflächen, zur Verfügung gestellt. Im Sommer konnte der erste Fördercall abgeschlossen werden: Die eingereichten Großprojekte aus verschiedensten Bereichen – unter anderem für Skigebiete und Industrieparks – werden nun von einem fachlichen Beirat auf Nachhaltigkeit, Umsetzbarkeit und Machbarkeit geprüft.

Zweiter Fördercall

„Das wollten wir mit dieser Förderung erreichen: Statt grüne Wiesen zu verbauen, wird eine bereits versiegelte Fläche genutzt, um ein eigenes Sonnen-Kraftwerk zu errichten“, sagt LH Mattle. Der Fördercall geht im Herbst in die zweite Runde. „Mit dem zweiten Fördercall möchten wir den Interessentenkreis nochmals ausweiten“, so LH Mattle. Ab 16. Oktober 2023 können Projekte mit einer Mindestleistung von 50 Kilowatt-Peak (bisher Mindestleistung von 100 Kilowatt-Peak) für den Fördercall eingereicht werden.

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  • Solar Panesl Or Photovoltaic Plant On The Roof Of A House: stock.adobe.com - tl6781
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AUTORRed. HP
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