Marchfelder startet als erster Trainee

St. Pölten, Wien und Brüssel: Ein Jahr an diesen drei Arbeitsorten und spannende Erfahrungen verspricht das neue Traineeprogramm des NÖ Bauernbundes für junge, wissbegierige Macher bis 30.

Mit einem maßgeschneiderten Traineeprogramm stellt der NÖ Bauernbund junge Praktiker in den Mittelpunkt, die sich für Politik und Landwirtschaft von morgen aktiv engagieren wollen. Das auf ein Jahr angesetzte Programm ermöglicht diesen professionelle Einblicke in die Agrarpolitik und möglicherweise sogar den künftigen Einstieg in diese.

Martin Prossenitschs erster Job führt ihn nach St. Pölten

Echte Zukunftspolitik funktioniert nur gemeinsam mit jungen Menschen: Martin Prossenitsch, 23, Bio-Jung­bauer und Absolvent des Francisco Josephinum, hat es in die modular aufgebaute Talenteschmiede geschafft. Seine erste Station ist ab November das Büro des NÖ Bauernbundes.

„Ich finde es wichtig, gerade als junger Mensch so viele Erfahrungen, wie möglich zu sammeln. Das Trainee­programm bietet mir die Möglichkeit Einblicke in die Politik zu erhalten, die ich so vielleicht nie bekommen hätte. Einerseits lernt man das Zusammenspiel von Ländern, Bund und Europa besser kennen, andererseits bildet man sich auch persönlich enorm weiter. Ich war zum Beispiel noch nie über einen längeren Zeitraum im Ausland, weshalb Brüssel eine ganz neue Erfahrung werden wird. Auch Wien und St. Pölten werden ein kompletter Kontrast zu Zwerndorf sein, weil die Stadt, die Menschen und vor allem das Arbeits­umfeld ganz anders sind als jenes zu Hause. Ich habe die Bewerbung vor allem als Chance für mich selbst gesehen, etwas ganz neues, ganz anderes zu erleben und darin meine Leidenschaft zu vertiefen“, erzählt Martin Prossenitsch, der erst seit dem Frühjahr Obmann-Stellvertreter der ÖVP-Ortspartei in Zwerndorf ist.

Auch das Vereinsleben ist ihm seit Kindheitstagen sehr wichtig. Durch sein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr in seiner Heimat­gemeinde und im Musikverein im benachbarten Weiden an der March kennt er sich im Dorf sowie im Marchfeld bestens aus und ist gut vernetzt. Er weiß, wo manchen der Schuh drückt. Als selbstständiger Landwirt – er hat vor drei Jahren einen eigenen Betrieb gegründet – nimmt er am Dorfleben teil und initiierte auch die Neugründung der JVP-Zwerndorf mit, dessen Obmann er seit 2018 ist. Über sich selbst sagt Prossenitsch, dass es ihm in der Politik um die Sache gehe „und nicht um irgendeine Partei­linie“. Die grundlegenden Abläufe und Mechanismen habe er in der lokalen Politik kennengelernt. Nun wolle er mehr erfahren, „wie es in den politischen Gremien auf Landes-, Bundes- und Europaebene zugeht“.

Deshalb kommt ihm das exklusive Angebot des NÖ Bauernbundes gerade recht. Vom Traineeprogramm habe er in einer WhatsApp-Gruppe erfahren. Er habe nicht lange gefackelt und sich sofort um einen Platz beworben. Sein persönliches Kalkül dahinter: „Für mich ist jetzt der passende Zeitpunkt, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln und um mein persönliches Netzwerk zu erweitern“.

Nach dem ersten Zwischenstopp in St. Pölten will er auf alle Fälle das Traineeprogramm für mehrere Wochen im Büro von EU-Abgeordneten Alex Bernhuber in Brüssel fortsetzen.

Bewirb Dich Jetzt für das Jahr 2022

Für das einjährige Programm bewerben können sich junge Talente (unter 30 Jahre), die:
• Bezug zur Landwirtschaft und mindestens Matura-Abschluss haben,
• eine berufliche Einstiegsmöglichkeit im politischen oder agrarischen Bereich suchen,
• Flexibilität und Reisebereitschaft mitbringen (Stationen in St. Pölten, Wien, Brüssel),
• einen Führerschein der Klasse B besitzen.

Der Einstieg ins Traineeprogramm ist laufend möglich. Für Rückfragen steht ­Büroleiterin Maria Haiderer auch telefonisch unter 02742/9020-2140 zur Verfügung.

Informationen zur Bewerbung:
E-Mail: trainee@noebauernbund.at
Internet: www.noebauernbund.at/traineeprogramm

- Werbung -
AUTORArtur Riegler
Vorheriger ArtikelAgrar-Terminmarkt 6. Oktober ’21 – Raps kennt nur den Aufwärtspfad
Nächster Artikel„Spürbare Entlastungen für bäuerliche Einkommen“