Landtagsabgeordneter Martin MayerlQuelle: Tanja Cammerlander
Landtagsabgeordneter Martin Mayerl

“Das Jahr 2019 rückte im Bereich Umwelt- und Klimaschutz durch die Aktivitäten von ‚Fridays For Future‘ besonders in den Fokus der Öffentlichkeit“, schaut LAbg. Martin Mayerl auf die Bewusstseinsbildung des letzten Jahres zurück. „In Tirol wurde schon vorher und wird auch in Zukunft mit dem Umwelt- und Klimaschutz sorgsam umgegangen.“ Tirol sei in vielen Bereichen beispielhaft: „Wir haben bestens funktionierende Abfall- und Abwassersysteme, hohe Qualität bei unserer Trinkwasserversorgung, beste Wasserqualität bei unseren Seen und auch eine hohe Eigenversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien. Bei Berücksichtigung alle Parameter und trotz notwendiger Eingriffe in die Natur bin ich überzeugt, dass in Tirol Strom aus Wasserkraft die ökologiste, regionalste, nachhaltigste und effizienteste Energieform ist.“

Lebensmittelproduktion regional halten

„Die Landwirtschaft in Tirol produziert überwiegenden extensiv und nach Richtlinien des österreichischen Programmes für umweltgerechte Landwirtschaft“, streicht Mayerl die hohen Qualitätsstandards Österreichs hervor.  „In den Gunstlagen Tirols wird durchaus auch intensiv landwirtschaftlich produziert, das ist für eine regionale Versorgung der TirolerInnen und der Gäste auch notwendig“, ist dem Umweltsprecher gerade in Hinblick auf die heurige Coronakrise wichtig. 

„Die Alternative wäre ein Import aus anderen Ländern mit noch intensiverer Landwirtschaft und weniger Umweltauflagen. Die Landwirtschaft steht weltweit unter besonderer Beobachtung, was den Ausstoß von Treibhausgasen, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und den Tierschutz betrifft. Diese Entwicklung ist das Ergebnis von Wachstum, Globalisierung und auch Konsumentenverhalten.“ Das Land Tirol unterstützt in diesem Zusammenhang die Errichtung von tierfreundlichen Stall-umbauten, von Bewässerungsanlagen und die verlustarme Ausbringung von Gülle zur Reduktion von Emissionen. 

„Ein besonderes Mehrwert für alle TirolerInnen sind unsere Almen mit ihren Ökosystemleistungen. Almen zeichnen sich gegenüber der Naturlandschaft durch eine größere Artenvielfalt und ein abwechslungsreiches Landschaftsbild aus. Die Erhaltung, Gestaltung und Pflege der Almen und ihrer Biodiversität liegt im öffentlichen Interesse. Die Realität zeigt aber ein differenzierteres Bild. Rückgang der Auftriebszahlen, auftretende Haftungsfragen und Nutzungskonflikte und die Rückkehr der großen Beutegreifer verunsichern viele Almbauern“, zeigt der Bauernbundabgeordnete Mayerl die Problematik auf.

Klimaveränderung ist eine Herausforderung

Die Veränderung des weltweiten Klimas hat auch Auswirkungen auf die Biodiversität der Tier- und Pflanzenwelt bei uns in Tirol. „Der Rückgang der Gletscher, die Verbreitung von gebietsfremden Pflanzenarten, die hohen Schäden durch Engerlinge und auch die Rückkehr von Biber und Wolf sind neue Herausforderungen“, erklärt Mayerl.

Die zunehmenden Naturereignisse haben laut Mayerl in den letzten Jahren besonders dem Tiroler Wald zugesetzt. „Alle Maßnahmen und finanziellen Aufwendungen zur Bewältigung dieser Schadensereignisse dienen der Sicherstellung der Schutzwirkung der Wälder in unseren Tälern.“

Verantwortung gegenüber der nächsten Generation

„Auch wenn sich in den letzten ‚Corona‘-Monaten die Luftqualität in den transitgeplagten Regionen merklich verbessert hat, ist davon auszugehen, dass sich unser Mobilitätsbedürfnis und auch die Wirtschaftssysteme sich nicht schlagartig verändern werden. So sind weitere Maßnahmen zur Eindämmung des transitierenden Verkehrs und zur Umstellung unserer Heizsysteme auf erneuerbare Energien notwendig“, gibt der Landtagsabgeordnete einen Ausblick auf die weiteren Schritte.

VP-Umweltsprecher Mayerl fasst zusammen: „Das ‚Haus‘ Tiroler Umwelt und Natur steht auf einem guten Fundament. An einigen Ecken gibt es Undichtheiten, die behoben werden können, um das Haus auch den nächsten Generationen verantwortungsvoll weiterzugeben. Umweltschutz ist aber nicht nur Aufgabe der Politik, sondern verlangt den Beitrag jedes Einzelnen.“

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