Rindermarkt KW 39/2020: Kuhnotierung schwächelt weiter

Männliche Schlachrinder stabil, weibliche unter Preisdruck, das ist derzeit die Situation auf den EU-Rindermärkten.
So ist beispielsweise in Deutschland die Nachfrage nach Schlachtkühen verhalten bis schwach, die Preise gehen zurück. Bei den Jungstiere geht demgegenüber die Abgabebereitschaft der Stiermäster aufgrund der aktuellen Maisernte zurück, damit sind die Preise zumindest stabilisiert.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren bei Qualitätsprogrammen ebenfalls auf einem niedrigen Niveau, bei gleichzeitig guter Nachfrage seitens des Lebensmittelhandels. Offen ist derzeit, inwieweit der Außer-Haus-Verzehr (Gastronomie) durch steigende Covid-19 Zahlen wieder rückläufig sein könnte. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Bei den Qualitäts-Jungstieren git es diese Woche noch leicht verbesserte Zuschläge.
Bei den Schlachtkühen ist das Angebot leicht höher als in der Vorwoche, bei einer gleichzeitig etwas verhaltenen Nachfrage. Vor allem die Kuhfleisch-Exportmärkte Spanien, Frankreich und Holland gestalten sich zusehends schwieriger, die Preise tendieren leicht nach unten. Bei Schlachtkälbern herrscht derzeit ein ausgeglichener Markt.

Preiserwartungen für die Woche 39/2020 – 21. bis 27. September

(Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise in Euro/kg, exkl. MwSt., ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen!)

Jungstier HK R2/3                                       3,40    (=)

Kalbin HK R2/3                                           2,98   (=)

Kuh HK R2/3                                               2,12   (–0,05)

Schlachtkälber HK R2/3                               5,65    (=)

Werner Habermann, Arge Rind

 

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