Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern bieten eine breite Palette an Produkten an.

In Krisenzeiten ist es nicht nur gut, sondern auch notwendig, eine regi­onale Produktion zu haben. „Durch die Corona-Krise hat eine regelrechte Rückbesinnung auf Regionalität stattgefunden. Wir hoffen, dass sie auch auf Dauer ist“, sagt Landesbäuerin Johanna Haider. Der Einkauf im Ort oder beim Direktvermarkter erfahre dadurch ein positives Image. Haider kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, sie ist selbst in der Direktvermarktung von Brot und Getreideprodukten tätig.

Den schönen Worten müssen nun auch Taten folgen

Quelle: OÖ Bauernbund

Zur Frage, wie Österreichs Lebensmittelhandel den Bauern und ihrer regionalen Erzeugung tatkräftig zur Seite stehen kann, lud die Bundesregierung Lebensmittelhändler sowie Vertreter der Wirtschaftskammer, der Landwirtschaftskammer und des Handelsverbandes zum „Regionalitätsgipfel“. Einzel- und Großhandel wurden dabei aufgefordert, heimischen Erzeugnissen den Vorzug zu geben. „Österreich isst regional“ lautet die Parole dazu, die somit auch den Außer-Haus-Konsum miteinschließt.

„Das sind lobenswerte Vorsätze, doch den Worten müssen auch Taten folgen“, fordert Landesbäuerin Haider. Oberösterreich geht schon einen Schritt weiter und setzt bei den Landesküchen und in den Landwirtschaftlichen Fachschulen bereits auf eine Erhöhung des Anteils regionaler Lebensmittel.

Eine langjährige und vehemente Forderung der Bäuerinnen steht nun knapp vor der Verwirklichung, nämlich die verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch in der Gemeinschaftsverpflegung. Im aktuellen Regierungsprogramm wurde dies bereits verankert, je früher die Forderung nun umgesetzt wird, desto besser ist es für die heimische Landwirtschaft und die Versorgungssicherheit mit frischen, regionalen Lebensmitteln.

„Wir brauchen dringend ein klares Bekenntnis zur regionalen Produktion und Lebensmittelversorgung. Das betrifft die Großküchen, aber auch den Lebensmitteleinzelhandel möchte ich hier in die Pflicht nehmen. Der ländliche Raum muss Zukunft haben“, stellt Landesbäuerin Johanna Haider klar fest.

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  • Landesbäuerin Johanna Haider: OÖ Bauernbund
  • DSC 5437: BZ/Jank
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