Regierung beschloss einmalige SV-Entlastung

Der Vorschlag, die Bauern einmalig von ihren Sozialversicherungsbeiträgen zu entlasten, wurde von der Regierung heute, Dienstag, angenommen.

Durch die schwierige Situation auf den Agrarmärkten und die negativen Folgen des Klimawandels steht die heimische Landwirtschaft enorm unter Durck. ©Agrarfoto.com
Durch die schwierige Situation auf den Agrarmärkten und die negativen Folgen des Klimawandels steht die heimische Landwirtschaft enorm unter Durck. ©Agrarfoto.com
Im voraussichtlich vierten Quartal dieses Jahres werden die Bauern von ihrem Sozialversicherungsbeitrag entlastet. Diesen Vorschlag hatte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter im letzten Ministerrat vor der Sommerpause heute, Dienstag, eingebracht. Das war eine zentrale Forderung des Bauernbundes, um für eine Entlastung der landwirtschaftlichen Betriebe zu sorgen. Dieser Beschluss muss noch vom Parlament genehmigt werden.

Viel Überzeugungsarbeit

“Wir haben in den letzten Wochen viel Überzeugungsarbeit geleistet und uns gemeinsam mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter geschlossen für die Interessen der Bäuerinnen und Bauern eingesetzt und damit auch Bundeskanzler Christian Kern überzeugen können. Somit ist es uns gelungen, die Bundesregierung von der drastischen Lage unserer Bauern zu überzeugen und hinter uns zu bringen”, verwies Bauernbund-Präsident Abg. z. NR Jakob Auer auf die schwierige Markt- und Einkommenslage und die Schadensereignisse der heurigen Saison.

Auch LK Österreich-Präsident Hermann Schultes betonte: “Negative Folgen des Klimawandels mit Dürreperioden, Überschwemmungen, Frost und Stürmen über mehrere Jahre hinweg und der russische Lebensmittel-Importstopp sorgten in der heimischen Landwirtschaft für anhaltende Einkommensverluste seit 2012. Auch das Vorjahr endete mit einem Minus von über 17 Prozent, heuer droht ein weiterer Verlust. Denn nicht nur die Preise für Milch und Schweinefleisch befinden sich seit Monaten im Tiefstbereich, auch bei Getreide, Ölsaaten, Zuckerrüben und Rindfleisch werden die Einkommen sehr gering sein. Nimmt man die Frostschäden des späten Frühjahrs dazu, fehlen den Bauern heuer zwischen 700 und 800 Mio. Euro.”

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