Kartoffelmarkt KW 31/’22: Reichliches Angebot bei Frühsorten, Preise stabilisiert

Der heimische Frühkartoffelmarkt zeigt sich stabilisiert, die Preisentwicklung im Osten dürfte endlich die Talsohle erreicht haben. Kartoffel frühreifender Sorten sind weiter reichlich verfügbar. Die Inlandsnachfrage bleibt sommerlich ruhig.
Die Ernte der gut versorgten Frühsorten wird in den nächsten beiden Wochen zu Ende gehen.
In den vergangenen Tagen sind im gesamten Bundesgebiet Niederschläge gefallen. Während sie im Westen als ausreichend beschrieben werden, dürften sie im Osten Niederösterreichs zu spät gekommen und zu gering ausgefallen sein. An den im östlichen Trockengebiet verhaltenen Ertragserwartungen für die Anschlusssorten und für die Haupternte hat sich keine Änderung ergeben. Vielmehr dürfte die, für diese Woche neuerlich vorhergesagte, Hitzewelle die Situation weiter verschärfen. Durch die trockenen Bedingungen treten auch Drahtwurm-Schäden heuer bereits zu einem frühen Zeitpunkt auf.

Seit Mitte der Vorwoche hat sich an der Bandbreite der NÖ Heurigenpreise keine Änderung mehr ergeben. In NÖ und im Burgenland wurden zu Wochenbeginn meist 15 bis 25 Euro/dt. In Oberösterreich liegen die Preise nun bei 25 Euro/dt, in der Steiermark unverändert bei 28 bis 32 Euro/dt.

Deutschland: Nur moderate Preissenkungen

In Deutschland stehen in den Versandgebieten ebenfalls reichlich Frühkartoffel zur Verfügung, während die ruhige Nachfragesituation andauert. Durch dieses Marktungleichgewicht haben auch in Deutschland die Preise nachgegeben – allerdings nur moderat, denn man ist sich der sehr hohen Produktionskosten sowie des verringerten Ertragspotenzials der von Hitze und Trockenheit gestressten späteren Sorten bewusst. Der Blick auf den Kartoffelanbau im kommenden Jahr spielt bei der Preisgestaltung ebenfalls eine Rolle. Die Erzeugerpreise für festschalige Frühkartoffel sind zwar weiter leicht zurückgegangen, lagen zu Wochenbeginn aber weiter bei 31 bis 34 Euro/dt.

Marianne Priplata-Hackl, LK NÖ

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QuelleH.M.
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