Bauernbund-Präsident Georg Strasser stellt sich der Wiederwahl

Strasser/Totschnig präsentieren Bauernbund-Bilanz, Zukunftsprogramm und neue Marke „Bauernbund“

Präsident Georg Strasser und Direktor Norbert Totschnig wurden vom Bauernbund-Präsidium für eine weitere Funktionsperiode von vier Jahren designiert.

Georg Strasser, seit 2017 Präsident des Österreichischen Bauernbundes, soll in dieser Funktion für eine weitere vierjährige Amtsperiode kandidieren, so das Votum des Präsidiums, das dieses als höchstes Gremium des Bauernbundes heute einstimmig getroffen hat. Demnach wird sich der aus Nöchling im Bezirk Melk (NÖ) stammende Landwirt bei einem für 26. Juni 2021 geplanten Bundesbauernrat der Wiederwahl stellen. Gemeinsam mit Strasser hat das Bauernbund-Präsidium auch dessen Team, geleitet von Bauernbunddirektor Norbert Totschnig, das Vertrauen ausgesprochen.

Weiters auf dem Wahlvorschlag für den Bundesbauernrat stehen als Vizepräsidenten Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger, Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und die Präsidentin der LK Oberösterreich Michaela Langer-Weninger. Für den Bereich Jugend soll die Salzburgerin Carina Reiter zuständig sein, als Finanzreferent soll LK Wien-Präsident Franz Windisch bestätigt werden.

Neue Marke, neuer digitaler Auftritt

Als Auftakt zur neuen Bauernbundperiode präsentierten Strasser und Totschnig im Rahmen einer Pressekonferenz eine Bilanz über vier Jahre politische Interessenvertretung sowie künftige Projekte. Ganz neu zeigt sich der Österreichische Bauernbund seit heute auch im Außenauftritt. Erstmalig präsentiert wurde die neue starke Marke „Bauernbund“ und der digitale Auftritt insbesondere im Interent unter bauernbund.at

Strasser: “Wir wollen den Weg der Qualitätsorientierung weiter gehen”

Georg Strasser wird seine Motivation zur erneuten Kandidatur als Bauernbund-Präsident in den kommenden Wochen im Rahmen einer Bundesländer-Tour unter Beweis stellen. Bei Besuchen unterschiedlicher Bauernfamilien will er sich ein Bild vor Ort machen und die Anliegen der Landwirte als Arbeitsauftrag für künftige Projekte mitnehmen. Zu seiner Designierung für eine weitere Amtsperiode sagte Strasser: „Ich möchte mich für das Vertrauen der Landesbauernbünde bedanken, die mich einstimmig als Kandidat für die Wahl des Präsidenten vorschlagen haben.”

Der “Grean Deal” muss die Vorleistungen der heimischen Bauern anerkennen

Zu den aktuell laufenden Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) meint er: „Der Reichtum an Lebensmitteln und die Vielfalt an Lebensräumen mit ihren Tieren und Pflanzen sind das Resultat harter bäuerlicher Arbeit. Darum braucht es einen Grünen Deal für Österreichs Bauernfamilien, der ihre Vorleistungen wie beispielsweise ÖPUL- oder Bio-Programme anerkennt und Einkommen schafft.“

Der Bauernbund-Präsident mahnte darüber hinaus mehr Solidarität der Marktteilnehmer ein: „Wir sind Musterschüler und wollen den Weg der Qualitätsorientierung und -steigerung weitergehen. Es braucht dazu einen fairen Anteil an der Wertschöpfung. Die Marktmacht muss besser verteilt werden und Transparenz auf allen Ebenen Einzug halten. Das schafft Wahlfreiheit für Konsumenten und kurbelt die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln an. Das Gebot der Stunde ist Solidarität aller Marktteilnehmer. Wir wollen faire Preise für Lebensmittel und Rohstoffe anstatt Rabattschlachten und Schnitzel um 2,99 Euro je Kilogramm.“

Totschnig: Mehr Mandate, mehr Unterstützung für die Bauern

Den innenpolitischen Aspekt der Bauernbundarbeit brachte Norbert Totschnig ein. Sein Rückblick auf “vier Jahre intensive und erfolgreiche Arbeit im Österreichischen Bauernbund unter der Führung von Präsident Georg Strasser” umfasste folgende bemerkenswerte Wegmarken:

• Die Nationalratswahl 2019 brachte für den Bauernbund eine Erhöung der Anzahl der Abgeordneten von 13 auf 18.

• Als Ergebnis der EU-Wahl 2019 stellt der Bauernbund mit Simone Schmiedtbauer und Alexander Bernhuber erstmals seit dem EU-Beitritt zwei Abgeordnete im EU-Parlament und damit eine Stimme im Agrar- und Umweltausschuss.

• Schließlich stellt der Bauernbund mit Elisabeth Köstinger und Klaudia Tanner gleich zwei Ministerinnen in der Bundesregierung. Auch das sei keine Selbstverständlichkeit, unterstrich der Bauernbund-Direktor.

Als sachpolitische Erfolge führte Totschnig den im Jahr 2020 paktierten Waldfonds an, der ein Gesamtvolumen von 350 Mio. Euro umfasst. Als steuerliche Entlastung konnten in Summe 30 Mio. Euro dauerhaft für unsere Bauernfamilien erkämpft werden. Weiters sei das EU-Agrarbudget 2021–2027 um 35 Mio. Euro erhöht statt radikal gekürzt worden, so der Bauernbunddirektor. Dieser Verhandlungserfolg ermögliche eine Fortführung unserer Ökosozialen Agrarpolitik und sichere eine nachhaltige, qualitätsorientierte Land- und Forstwirtschaft.

- Bildquellen -

  • W210527 Strasser Und Totschnig (c) Peter Herzog: Peter Herzog
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AUTORH.M.
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