BASF verdaut Sonderbelastungen, Agrarsparte blieb positiv

Bei Gemüsesaatgut zählt BASF nach der Übernahme dieser Sparte von Bayer zu den weltweiten Marktführern.

Der deutsche Chemiekonzern BASF vermeldete in seinem kürzlich vorgestellten Jahresbericht für 2020 erstmals seit 50 Jahren einen Nettoverlust von 191 Millionen Euro (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Noch im Vorjahr 2019 war das EBIT mit 4,2 Milliarden Euro positiv. Begründet wurde der Ergebnisrückgang mit Sonderbelastungen aus Wertminderungen bzw. Anlagenabschreibungen, die allerdings nicht zahlungswirksam seien. Das Ergebnis vor Sondereinflüssen war auch 2020 mit 3,6 Milliarden Euro positiv.

Dividendenrendite von 5,1 Prozent

Trotz des schwachen Ergebnisses im Krisenjahr 2020 will die BASF-Führung den Mitarbeitern eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 360 Mio. Euro zahlen und für die Aktionäre die Dividende stabil halten. Ungeachtet des Nettoverlustes sollen vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung 3,30 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. In Summe sollen den Aktionären drei Milliarden Euro zufließen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs beläuft sich die Dividendenrendite damit auf 5,1 Prozent.

Agrarsparte positiv

Die Agrarsparte des Konzerns („Agricultural Solutions“) lieferte 2020 einen mit 582 Mio. Euro deutlich positiven Beitrag zum Gesamtergebnis (EBIT). Allerdings fiel auch dieser Betrag im Vorjahresvergleich um 37 Prozent geringer aus. Am BASF-Gesamtumsatz (2020 rund 59 Milliarden Euro) hat die Agrarsparte des Konzerns jedoch nur einen Anteil von etwa einem Achtel. Die Steigerung im Agrarbereich ist zu guten Teilen auf das Saatgutgeschäft zurückzuführen, das BASF im Jahr 2018 von Bayer übernommen hat. Weiters ist BASF mit biologisch abbaubaren Mulchfolien auf Wachstumskurs.

Rückkehr zu alten Gewinnhöhen

Für das laufende Jahr 2021 stellte das BASF-Management eine Prognose Richtung Wachstumskurs. Auf Grundlage eines globalen Wirtschaftswachstums von 4,3 Prozent erwartet man eine Umsatzsteigerung auf 61 bis 64 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis soll auf 4,1 bis 5 Milliarden Euro steigen. Dabei setzt der Konzern eher auf organisches Wachstum. Zusätzlichen Schub sollen Investitionen in einen neuen Verbundstandort in China bringen (Investitionsvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro) sowie in die Herstellung von Batteriechemikalien.

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  • Karotten BAFS Web: BASF
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