Günstigeres Erntewetter lieö in der zurückliegenden Woche das Angebot an Frühkartoffeln in Niederösterreich spürbar steigen. Demgegenüber ist das Angebot aus dem Burgenland verhaltener; dort dürften die frühen Sorten bereits weitgehend geräumt sein.
Die bisher zufriedenstellende Nachfrage fällt mit Beginn der Urlaubszeit nun etwas ruhiger aus. Es wird von geringeren Bestellmengen des LEH berichtet.
Aktuell sind Kartoffel reichlich verfügbar, die Bestände auf den Feldern zeigen sich sehr schön; einbracht sind diese Kartoffeln aber noch nicht. Bereits sehr früh zeigen sich heuer Probleme mit Drahtwurm. In NÖ haben mittlerweile rund 60 Prozent der Knollen Schalenfestigkeit erreicht.
Die Abwärtsbewegung der Erzeugerpreise hat sich diese Woche in vielen Regionen fortgesetzt. In Niederösterreich wurden zu Wochenbeginn zumeist 18 Euro/100 kg bezahlt. Aus der Steiermark hört man von unveränderten Preisen zwischen 20 und 25 Euro/100 kg. In Oberösterreich liegt das Preisniveau bei 25 Euro/100 kg.
Deutschland konzentiert sich auf Inlandsware
In Deutschland herrscht rege Nachfrage nach Inlandsware. Neben Knollen aus der Pfalz gibt es bereits auch erste Mengen aus den niedersächsischen Frühgebieten. Der Markt nimmt das Angebot problemlos auf. Auch das ruhiger als in anderen Jahren verlaufende Geschäft mit dem Benelux-Raum führt zu keinem Marktdruck.
Die Erzeugerpreise haben zwar leicht nachgegeben, lagen aber zu Wochenbeginn noch immer auf einem Niveau von zumindest 52 Euro/100 kg. Dieses Niveau wurde in der Pfalz für zwei Wochen vereinbart.
Dipl.-Ing. Marianne Priplata-Hackl, LK NÖ