Ferkelmarkt KW 41/2020: ASP-Krise dauert an

Der europäische Schweinemarkt bleibt äußerst angespannt. Die Ferkelproduktion wird immer mehr zum hauptbetroffenen Betriebszweig. Vor allem in Deutschland und in den Niederlanden wird der Rückstau verkaufsfähiger Ferkel immer größer. Auf vielen Betrieben in diesen Ländern herrschen bereits teils chaotische Platzverhältnisse. In Deutschland steigt zudem die Zahl fertiger Mastschweine, die nicht pünktlich den Stall verlassen. Die Gewichte steigen, auf zahlreichen Betrieben sind die beengten Platzverhältnisse bereits tierschutzrelevante Probleme. Eine Entspannung dieser Situation ist nicht in Sicht. Das Gebiet, in dem immer noch ASP-positive Wildschweinkadaver gefunden werden, weitet sich sogar noch aus.

Die außerdeutschen Schweinemärkte in der EU können sich von diesen Entwicklungen nicht abschotten. Auch der heimische Ferkelmarkt ist bei Absatz und Preisen abgeschwächt aber doch spürbar von diesen Verwerfungen betroffen. Zwar lassen sich Ferkelrückstellungen weiterhin nicht vermeiden, die Mengen sind aber zuletzt nicht mehr angewachsen. Die heimische Notierung bleibt stabil auf 2,10 Euro/kg.

Notierung Öhyb-Ferkel  KW 41 / 5. bis 11. Okt. 2020:

                                                       (Euro/kg)
• Öhyb-Ferkel NÖ, OÖ, Stmk.             2,10  (=)

Johann Stinglmayr, VLV

 

 

 

 

 

 

 

 

- Bildquellen -

  • Ferkel Vor Absetzen 3 ID77187: Agrarfoto.com
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