Erfolg mit frühen Sojasorten

Versuch Oberösterreich 2020: Obélix im Vergleich mit später reifenden Sorten

Im Gegensatz zu den Vorjahren war die Wasserversorgung während der Vegetationszeit von Soja im heurigen Jahr ausgesprochen gut. Zusätzlich war es zum Sojaanbau relativ trocken, und viele Bestände sind trotz des frühen Anbaus erst relativ spät aufgelaufen. In Summe führte diese Kombination bei vielen Landwirten zu Problemen mit der Standfestigkeit und der Abreife.
Die Sojaernte war in den vergangen Jahren im westlichen Anbaugebiet (OÖ und Westbahn) aufgrund der trockenen Witterung sehr früh und problemlos möglich. Viele Landwirte haben sich daher zum Anbau von späteren Sorten verleiten lassen und auch das Thema der Standfestigkeit vernachlässigt. Zur Ernte 2020 waren hingegen viele grüne, sehr spätreife Felder zu beobachten, oftmals auch mit starkem Lagerdruck. Die Ernte musste oft mit relativ hoher Kornfeuchte erfolgen, was automatisch mit Trocknungskosten verbunden ist. Ebenso konnten stark lagernde Bestände nur mit Ertragsverlusten geerntet werden.
Frühreife hat auch einen indirekten Zusammenhang mit der Standfestigkeit resp.mit der Erntbarkeit einer Sorte. Es gibt bei der Sojabohne den Effekt, dass lagernde Pflanzen mit zunehmender Reife, wenn sie Blätter, Feuchtigkeit und damit Gewicht verlieren, “wiederauferstehen“. Das reicht meist aus, um eine einfache und verlustlose Ernte zu ermöglichen.
Besonders positiv sind in dieser Hinsicht die Sorten Obélix und ES Comandor in Oberösterreich und dem Westbahngebiet aufgefallen. Diese Sorten vereinen wie keine anderen Frühreife mit guter Standfestigkeit und waren daher der Garant für eine sichere, trockene und ertragreiche Ernte 2020.

Infos: www.diesaat.at

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  • Versuch Oberösterreich 2020: Obélix im Vergleich mit später reifenden Sorten: RWA
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