Agrar-Terminmarkt (11. Jänner ’23) / Matif-Weizen auf Tiefststand, aggressive Angebote aus Russland

Der Weizenpreis an der Matif schloss gestern (Dienstag, 10. Jän.) auf dem Tiefststand. Am Kassamarkt zeigen sich nur vereinzelt Käufer. Die anhaltend sehr aggressiven Weizenangebote Russlands sind weiterhin die treibende Kraft hinter der Schwäche. Über Nacht gab die Türkei offenbar ein Angebot über 565.000 Tonnen fakultativen Mahlweizens ab, wobei ein Großteil dieses Angebots aus Russland stammen dürfte.
In den USA erholten sich die Weizenpreise etwas von ihren morgendlichen Tiefstständen, schlossen aber dennoch mit einem Minus, wobei der Kansas City-March zum sechsten Mal in Folge niedriger schloss.

An einem Tag, an dem es kaum neue Nachrichten gab, konnte der März-Mais die anfängliche Schwäche abwehren, sich erholen und gestern Dienstag leicht höher schließen. Es wird erwartet, dass der WASDE-Bericht für Jännerr morgen, Donnerstag, zu einer geringeren Schätzung der jährlichen Maisverkäufe führen wird. Brasilien und die Ukraine unterbieten weiterhin die US-Verkäufe, aber die brasilianische Basis steigt, und bald dürfte der US-Mais wettbewerbsfähiger sein.

Nach einem Einbruch am frühen Dienstag erholten sich sowohl die März-Sojabohnen als auch das Sojamehl deutlich und wurden kurzzeitig höher gehandelt, schlossen jedoch mit einem leichten Rückgang.

230111 Terminmarktnotierungen

Quelle: www.ks-agrar.de

- Werbung -
AUTORH.M.
Vorheriger ArtikelGemeinsames Update mit EU-Agrarkommissar
Nächster ArtikelRegierung zündet „Ausbauturbo für erneuerbare Energieformen“