Neuer Ausbildungslehrgang für kompetente, authentische Ansprechpartner auf Bauernhöfen startet im November.

Viele Bäuerinnen und Bauern fühlen sich und ihr Tun nicht verstanden. Gleichzeitig suchen Journalisten kompetente Gesprächspartner. In Deutschland wurden deshalb seit 2015 vom „Forum moderne Landwirtschaft“ bereits einige hundert „AgrarScouts“ ausgebildet. Auch der „Landwirtschaftliche Informationsdienst“ in der Schweiz hat 2019 ein ähnliches Programm gestartet.

Nun ist es endlich auch in Österreich soweit: Das Ökosoziale Forum Österreich (ÖSFO) baut mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums ein ähnliches Netzwerk von „authentischen Botschaftern der Land- und Forstwirtschaft“ auf, die ihren Beruf lieben „und aus dieser Leidenschaft heraus dazu glaubwürdig kommunizieren“. AgrarScouts sollen interessierten Laien ein realistisches Bild der land- und forstwirtschaftlichen Produktion vermitteln: auf Messen, in Schulen, bei Vorträgen in Vereinen oder im Rahmen von Exkursionen: „Aufzeigen und darüber berichten, wie Landwirtschaft wirklich ist und was sie kann“. Gleichzeitig finden Journalisten deren Kontaktdaten auf einer „Landing-Page“, wenn diese junge Agrarier als Ansprechpartner für Recherchezwecke suchen.

Die neue Ausbildung zum AgrarScout startet im November mit einem Basismodul am 18. und 19. des Monats und einem Aufbaumodul einen Monat später am 16. und 17. Dezember. Zielgruppe für das kostenlose Medien-, Kommunikations- und Rhetoriktraining sind junge Bäuerinnen, Bauern und künftige Hofübernehmer aller Agrarsparten.

Geplant ist auch ein jährlich stattfindendes Vernetzungstreffen mit Agrarscouts aus Deutschland und der Schweiz, der gemeinsame Besuch der Internationalen Grünen Woche in Berlin sowie der Agritechnica in Hannover. Bewerbungen ab sofort unter oekosozial.at.

Die AgrarScouts-Ausbildung ist eine Aktion des AgrarThinkTanks, eine Initiative des Ökosozialen Forums in Kooperation mit den landwirtschaftlichen Jugendorganisationen, um mit diesen Perspektiven für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu erarbeiten.

„Der AgrarThinkTank ist das Sprachrohr der jungen Landwirtschaft“, betont Hans Mayrhofer, Geschäftsführer des ÖSFO. Zuletzt beschäftigte sich dieser näher mit den hochaktuellen Themen Kommunikation und Klimawandel via Online-Workshops oder anhand von BestPractice-Beispielen. Die Ergebnisse daraus wurden in Gratis-Leitfäden für den eigenen Hof zusammengefasst.

www.oekosozial.at
oekosozial.at/agrarthinktank/

- Bildquellen -

  • Landwirtschaft Neu: agrarfoto.com
- Werbung -
Vorheriger ArtikelBrennholz aus Baumärkten: Zu nass zum Heizen, anonym und zu teuer
Nächster ArtikelTrelleborg erhöht Preise