Mit der Andüngung von Wintergetreide die Basis für den späteren Ertrag legen

Je nach Gebiet gestaltet sich die Befahrbarkeit der Felder in Österreich für die erste Düngergabe sehr unterschiedlich. Während es im Trockengebiet gilt, die Winterfeuchtigkeit in den Böden für eine optimale Düngewirkung auszunützen, wird die Andüngung im Getreide gegen Ende Februar bis Anfang März starten. Gerade bei kalten Temperaturen zu Vegetationsbeginn ist der Einsatz rasch verfügbarer, wasserlöslicher Nährstoffe entscheidend für einen zügigen Vegetationsstart der Pflanzen.

Wintergerste: NPK zur Startdüngung bringt Ertragsvorteile

Die Wintergerstenbestände zeigen sich durchwegs gut bis üppig entwickelt, sodass die Höhe der ersten Gabe nicht überzogen werden sollte. Zweizeilige und mehrzeilige Gerste sind hinsichtlich der Andüngungshöhe unterschiedlich zu bewerten.
Gerade bei zweizeiligen Sortentypen, die den Ertrag über die Anzahl der Ähren/m² bilden, ist eine höhere Andüngung im Vergleich zur mehrzeiligen Gerste erforderlich. Bei einem anfangs zu verhaltenem Stickstoffangebot besteht die Gefahr von späterem Zwiewuchs in der Schossphase. Trockene Bedingungen im März/April würden diesen Effekt verstärken.

!Achtung Güllebetriebe:
Wer jetzt zur ersten Gabe Gülle ausbringt, muss mit der Wirkung der Gülle erst zur 2. Gabe und in der Schossphase rechnen. Eine zur Gülle zusätzliche mineralische Gabe in (fast) voller Menge der geplanten ersten Gabe ist für eine sichere N-Startwirkung notwendig!
Versuche zur Wintergerstendüngung zeigen speziell auf leichteren Böden einen deutlichen Effekt der NPK-Düngung. Am Versuchsstandort in Bad Wimsbach in Oberösterreich ist dieser Effekt bereits über die letzten beiden Jahre sichtbar.

Quelle: Nutriguide
Düngungsversuch Wintergerste, Durchschnitt der Jahre 2022-2023, Standort Bad Wimsbach, 45 Bodenpunkte

Winterweizen: eine moderate Andüngung reicht zur Ausschöpfung des Ertragspotentials

Aufgrund von Perioden mit relativ hohen Temperaturen während der Wintermonate zeigen sich die Weizenbestände durchwegs gut entwickelt. Unter diesen Bedingungen empfehlen wir eine durchschnittliche Andüngung von +/- 50 kg N/ha. Schwere, kalte Böden mit schwacher Weizenentwicklung brauchen um 10-20 kg N/ha mehr.

Sind auf solchen Standorten die Getreidebestände sehr dünn, muss zusätzlich mit wasserlöslichem Phosphat die Bestockung angeregt werden. NAC 27 N, COMPLEX 24/14 +7SO₃, und COMPLEX 20/10/8 +12SO₃, aber auch COMPLEX 15/15/15 +8SO₃ enthalten die passenden Nährstoffkombinationen für die Andüngung Ihrer Getreidebestände.

Zum Düngezeitpunkt:

Je früher der Düngezeitpunkt möglich ist, desto moderater die Andüngung. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung kann bei zu geringer erster Gabe eine „Zwischendüngung“ in EC 25-28 bis zur zweiten Gabe erfolgen. Erst bei späten ersten Gaben (Ende März), muss die Menge zur Andüngung erhöht werden, um bereits ausreichend Stickstoff für den Beginn des Längenwachstums zur Verfügung zu haben.

Innerhalb der Feldes mit der richtigen N-Menge auf die Entwicklung des Getreides reagieren

Unsere mobile App NutriZones hilft Ihnen, auf eine unterschiedliche Entwicklung Ihres Getreides innerhalb des Feldes mit der richtigen Düngermenge zu reagieren. Mit einer teilflächenspezifischen ersten Düngergabe legen Sie die Basis für homogene Bestände.

Ihre individuelle Düngerkarte ohne teure Technik – so funktionierts:

Falls noch nicht geschehen, registrieren Sie sich kostenlos unter www.nutriguide.com und erstellen Sie mit wenigen Mausklicks Ihre Düngerpläne für die Getreidefelder.
Aus dem jeweiligen Düngeplan für die erste Gabe, erstellen Sie auf Knopfdruck eine Applikationskarte, in der Sie das neueste verfügbare Satellitenbild aus der Liste der verfügbaren Bilder auswählen. Die von NutriGuide® empfohlene Düngermenge wird automatisch in den jeweiligen Zonen im Feld entsprechend der Pflanzenentwicklung verteilt. Nach Speichern der Applikationskarte öffnen Sie diese in unserer mobilen App NutriZones® (verfügbar für Android in IOS) und bringen damit den Dünger teilflächenspezifisch aus – ohne jegliche Kosten für Software oder Technik!
NutriZones® zeigt bzw. sagt die Düngemenge der jeweiligen Zone im Feld an. Dies kann wahlweise als Produktmenge, Stickstoffmenge, Fahrgeschwindigkeit oder relative Produktmenge (%) wiedergegeben werden. Entsprechend diesen Angaben passen Sie während des Streuvorgangs die Düngermenge entweder über die +/- Taste vom Streuer oder über die Fahrgeschwindigkeit an.

Firmenmitteilung

- Bildquellen -

  • Düngungsversuch Wintergerste: Nutriguide
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