Mit 232,5 Mio. Euro „Breitbandturbo zünden“

Die Versorgung der ländlichen Regionen im Land mit Breitband war das Hauptthema beim Antrittsbesuch von Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung, im NÖ Bauernbund.

In einem flächenmäßig großen Bundesland wie Niederösterreich birgt der Breitbandausbau ganz besondere Herausforderungen.

Gerade in Niederösterreich mit seinen typischen Streulagen ist die lückenlose Versorgung der Haushalte mit Breitband eine technische Herausforderung. „Dabei spielt die digitale Infrastruktur nicht nur für den Wirtschaftsstandort bei den Betriebsansiedelungen und der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen eine große Rolle, sondern ist auch zunehmend für die Lebensqualität in Privathaushalten ein zunehmend wichtigerer Faktor“, waren Bauernbundobmann Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek mit ihrem Gast, Digitalisierungs-Staatssekretär Florian Tursky, einig.

Ausbau bringt Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze

Die Bauernbundspitze bewertet daher die Ausbaupläne des Bundes positiv: Beim aktuellen ersten Call der zweiten Breitbandmilliarde werden österreichweit 750 Millionen Euro ausgeschüttet, von denen knapp ein Drittel, das sind 232,5 Mio. Euro, nach Niederösterreich fließen sollen. „Diese Investitionen bringen Wertschöpfung in die Regionen, und das bringt zusätzliche Arbeitsplätze“, so Pernkopf und Nemecek.

Es sei „unbestritten, dass der Breitbandausbau vor allem für den ländlichen Raum große Vorteile“ bringe, wurde betont: „Weil wir uns damit fit machen für die Zukunft und weil wir dadurch die Attraktivität des ländlichen Raumes zusätzlich erhöhen.“ Gleichzeitig entstehe Wertschöpfung, die Arbeitsplätze schaffe und sichere: Die Jahre 2016 bis 2021 hätten gezeigt, dass über 90 Prozent der Investitionen im Glasfaserausbau in Unternehmen aus der Region geflossen sind, damit seien rund 1.400 Beschäftigungsverhältnisse abgesichert beziehungsweise geschaffen worden. Aktuell werden rund 43.000 weitere Glasfaser-Anschlüsse mit Investitionskosten von rund 162 Mio. Euro errichtet.

In Summe sind in Niederösterreich bereits 99.000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. In den Städten, wo es wirtschaftlicher ist, erfolgt das durch private Anbieter, in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern ist der Ausbau jedoch wesentlich herausfordernder.

Anforderungen an das Internet, sowohl beruflich als auch privat seien enorm gestiegen, stellte Staatssekretär Tursky fest. Aktuell werde daher in den Breitbandausbau „so viel investiert wie noch nie“. Das gemeinsame Ziel der Bundesregierung mit den Bundesländern sei, „dass wir dort ausbauen, wo sich der privatwirtschaftliche Ausbau nicht auszahlt.“

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  • Breitbandausbau: Kebu.Medien - Stock.Adobe.com
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AUTORRed. DL/ Eva Riegler
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