Maschinenring wählte neuen Bundesobmann und präsentierte die Bilanz für 2018

der neue MR-Bundeobmann Christian Angerer FOTO: w9studios

Am Mittwoch, 18. September, präsentierte der Maschinenring die Ergebnisse des Jahres 2018 und wählte einen neuen Bundesobmann.

An der Spitze des Maschinenring Österreich steht nun Christian Angerer, ehemaliger Bank-Prokurist und Geschäftsführer aus Tirol.

1994 war Christian Angerer Gründungsmitglied des Maschinenring Reutte, der heute Teil des Maschinenring Tiroler Oberland ist, 2016 wurde er zum Tiroler Landesobmann gewählt. Nun übernimmt der Ex-Banker sowie Schaf- und Ziegenzüchter als Bundesobmann: „Der Maschinenring ist eine Erfolgsgeschichte. Schon die Gründungsidee, dass sich Bauern gegenseitig helfen, ist bestechend. Das gegenseitige Aushelfen mit Arbeitskraft, Know-how und Maschinen, die gemeinsame kostensparende Anschaffung und Nutzung von Geräten, das hat heute noch Gültigkeit. In der aktuellen Situation der Landwirtschaft können alle vom Maschinenring profitieren. Diesen Gedanken möchte ich stärken.“

Als Stellvertreter Angerers wurde Johann Bösendorfer gewählt. Der Niederösterreicher war von 2016 bis 2019 Bundesobmann, kandidierte aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr. Beide freuen sich auf die Zusammenarbeit: „Wir sind uns einig, dass der Maschinenring Zukunftsthemen wie Digitalisierung im Interesse seiner bäuerlichen Mitglieder aufgreifen muss. Daran werden wir gemeinsam arbeiten.“

Johann Bösendorfer
FOTO: Mario Riener

Im Amt bestätigt wurde Franziska Fröschl: Sie vertritt weiterhin die Bäuerinnen im Bundesvorstand des Maschinenring Österreich.

Bilanz 2018

Die 91 Maschinenring Organisationen in Österreich erwirtschafteten 2018  350,72 Millionen Euro Umsatz. Dies entspricht einem Plus von 3,91 Prozent. Besonders positiv entwickelte sich das Personalleasing mit 75,38 Millionen Euro (plus 7,78 Prozent), der stärkste Bereich blieben die Service-Dienstleistungen. Sie wuchsen um 5,97 Prozent auf 186,79 Millionen Euro. Im Bereich Agrar wurde mit  88,56 Millionen Euro um 3,03 Prozent weniger Umsatz erzielt.

Beim Kostensenken unterstützt der Maschinenring ebenfalls, etwa mit der Koordination von Maschinengemeinschaften. Mehr als 1.000 solcher Gemeinschaften gab es im Vorjahr, mit über 2.500 Maschinen und mehr als 20.000 Mitgliedern. Insgesamt verzeichnete der Maschinenring 74.082 Mitglieder, das sind um 0,92 Prozent weniger als 2017. Somit sind 67,11 Prozent (plus 0,13,Prozent) aller Mehrfachantragsteller in Österreich Teil der Organisation.

Zusätzlich wurde 2018 der Maschinenring Cluster zur Förderung der agrarischen Kooperation abgeschlossen. Er förderte die Zusammenarbeit in der österreichischen Landwirtschaft mit 27 Zukunftsprojekten, von der Energieeffizienz über den Kürbisanbau, vom Nährstoffmanagement bis zum besseren Grünland. Gleichzeitig wurden über 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. 2019 starten neue Zukunftsprojekte, die wieder allen österreichischen Betrieben offenstehen. Gefördert wird dieser landwirtschaftliche Cluster von Bund, Ländern und Europäischer Union.

 

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