Kartoffelmarkt KW 3/2021: Markt gut versorgt, Preise unverändert

Der jüngste Schnee- und Kälteeinbruch in weiten Teilen unseres Landes lässt den Speisekartoffelmarkt weitgehend unberührt. Die Händler sind aus ihren Lägern sehr gut mit Erdäpfeln versorgt. Auch die Abgabebereitschaft der Landwirte ist weiter hoch, wenngleich die Anlieferungen zuletzt witterungsbedingt etwas eingeschränkt waren.
Auf der Absatzseite setzt sich der Trend der vergangenen Wochen fort. Die Umsätze im LEH sind weiterhin überdurchschnittlich. Ein kräftiges Minus gibt es demgegenüber bei der Gastronomie und den Hotels. Auch im Export gibt es keinen Lichtblick. Die umfangreiche Ernte 2020 hält die Preise im europäischen Umfeld niedrig. Für Exporte ist das österreichische Preisniveau weiterhin zu hoch.
Das Preisgefüge bleibt daher eine weitere Woche ohne Änderung. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware unverändert meist 12 Euro/dt bezahlt. Übergrößen erzielen 5 bis 8 Euro/dt. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 18 Euro/dt zu erzielen.

Deutschland: Übermengen vereiteln Lagerzuschläge

Auch am deutschen Speisekartoffelmarkt ist die Situation kaum verändert. Im Süden und Westen Deutschlands liegt man mit der Vermarktung der Speiseware zwar im Plan. Etwaige Lagerzuschläge ließen sich bislang aber nicht umsetzen, da in den Überschussregionen in Nord- und Ostdeutschland noch viel zu viel Ware lagert und angesichts der durchwachsenen Qualitäten auf rasche Vermarktung drängt.
Die Erzeugerpreise sind unverändert. Im Bundesdurchschnitt erzielten qualitativ einwandfreie Speisekartoffeln jüngst meist 10 bis 11 Euro/dt. Schwächere Qualitäten und Exportware stehen preislich weiter unter Druck und werden auch deutlich unter diesem Preisniveau gehandelt.

Martin Schildböck, LK NÖ

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