Kartoffelmarkt KW 19/’24: Knappe Versorgungslage, Heurige sind noch im Boden

Das Geschäft mit österreichischen Speisekartoffeln der Ernte 2023 geht nun mit Riesenschritten zu Ende. Freie Ware ist keine mehr am Markt und auch der Großteil der Abpackbetriebe hat mittlerweile ihre Läger geräumt. Bei einigen wenigen Händlern gibt es noch kleine Vorräte an Kühlhausware. Diese dürften in den nächsten beiden Wochen an den LEH ausgeliefert werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch Importe aus Deutschland und Frankreich. Der Fokus aller Marktteilnehmer richtet sich nun ganz auf die beginnende Frühkartoffelsaison. Im Burgenland dürften bereits Ende dieser Woche die ersten Heurigen für den LEH gerodet werden. Hier haben die kalten Nächte in den vergangenen Wochen bei den Frühkartoffeln kaum Schäden verursacht. Anders die Situation in einigen Anbaugebieten in Niederösterreich und der Steiermark, wo die Frostnächte die Bestände in deren Entwicklung doch deutlich zurückgeworfen haben. Preise werden derzeit noch keine genannt. Das Preisniveau sollte entsprechend der knappen Versorgungslage marktkonform ausfallen.

Deutschland:  Erzeugerpreise bei 40 bis 42 Euro/dt fest

Der deutsche Speisekartoffelmarkt startete weitgehend ausgeglichen und mit stabilen Preisen in den Mai. Das Angebot an Lagerkartoffeln ging weiter zurück. Zum einen aufgrund der Vermarktung, zum anderen aufgrund der steigenden Absortierungen, denn der Alterungsprozess schreitet rasch voran. In einigen Bundesländern sind die Läger mittlerweile auch schon weitgehend geräumt. Premiumqualitäten sind generell knapp und können entsprechende Preisaufschläge erzielen. Für eine generelle Preiserhöhung ist die Nachfrage nach Lagerkartoffeln aber zu gering. Zudem wird das Angebot laufend durch Importware aus dem Mittelmeerraum ergänzt. Derzeit dominieren noch ägyptische und israelische Herkünfte, aber auch spanische Frühkartoffeln befinden sich schon am Markt. Im Bundesmittel lagen die Erzeugerpreise daher weiterhin bei 40,- bis 42,- €/100kg.

Martin Schildböck, LK NÖ

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AUTORMartin Schildböck, LK NÖ
QuelleH.M.
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