2024 war ein herausforderndes Jahr für Österreichs Winzer. Die Erntemenge litt darunter, doch die entstandenen Weine versprechen einiges.

Sie sind doch hohe Reife und frühe Lese geprägt. Denn nach warmen Frühlingsbeginn und einen frühen Austrieb der Reben, zeitiger Blüte und heißen Sommermonaten setzte die Hauptlese schon im August ein. In vielen Gebieten war daher schon ein Großteil der Ernte eingebracht, als Mitte September ein dramatischer Wetterumschwung enorme Regenmengen mit sich brachte – vor allem in Niederösterreich. Abgesehen von der dadurch erzwungenen Unterbrechung der Lese hatte dies für das gesunde Traubengut jedoch keine Konsequenzen. Generell konnten sehr gut ausgereifte, eher dickschalige Beeren in bestem Zustand gelesen werden, die laut ÖWM “zu reifen, großzügigen Weißweinen mit feinem Bukett und früher Balance geführt haben”. Der Alkoholgehalt bewegt sich im Allgemeinen im höheren Bereich, während die Säurewerte eher moderat ausgefallen sind. 

Besonderer Grund zur Freude besteht in den burgenländischen Rotwein-Hochburgen und den niederösterreichischen Rotweinzentren Thermenregion und Carnuntum. “Schon die Jungweine wirken bei hoher Konzentration äußerst vollmundig, straff und ausgeprägt dunkelfruchtig”, hört man von Weinkennern. Der Rotwein-Jahrgang könnte sich als einer den besten der letzten Jahrzehnte erweisen.

Generell ist der 2024er-Wermutstropfen für Österreichs Winzer die geringe Erntemenge.  Sie liegt laut ÖWM in allen Gebieten deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.  Verantwortlich dafür waren primär Spätfröste und Verrieselungen während der Blütezeit. Laut Vorschätzung der Statistik Austria im September wird die Weinernte 2024 bei 1,9 Mio. Hektolitern liegen.  Im Jahr 2023 lag sie bei 2,3 Mio. 1,9 Mio. hl.

Quelle: ÖWM

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  • Wein: ÖWM / Robert Herbst
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AUTORRed. MS
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