Getreidemarkt KW 08/2017: Verschnaufpause an den internationalen Börsen

Getreideieferungen von Österreich nach Italien stocken wieder; nur geringe Bewegungen bei den Börsekursen in Wien

 ©Agrarfoto.at
©Agrarfoto.at
An den internationalen Terminbörsen hat sich eine Kursrallye bei Weizen und Mais gegen Ende der Vorwoche wider eingebremst. Gewinnmitnahmen und Währungsschwankungen trugen dazu bei. Weizen und Mais hielten zu Wochenbeginn aber auf starken Niveaus, der Euronext-Märzweizenkontrakt startete heute, Montag, 20. Februar, etwa bei etwa 171 Euro/t.

Bei den Ölsaaten drückten die groöen südamerikanischen Sojabohnen-Ernten die Notierungen sowie sinkende Palmölkurse auf den Sojakomplex und auf den Raps. Der Raps behauptete sich an der Euronext zu Wochenbeginn aber ebenfalls weiterhin stark mit rund 422 Euro/t für den Mai-Kontrakt.

Italienische Bahn stellte Signal wieder auf Rot

Nur von kurzer Dauer war die Freude im österreichischen Getreidehandel über die beginnende Auflösung des Rückstaus der von den italienischen Staatsbahnen nicht abgefertigten Getreidewaggons. Trotz aller verbaler Beteuerungen sei der Weitertransport wieder eingeschlafen, heiöt es, und würden die Züge weiterhin an der italienischen Grenze stehen sowie heimische Lieferanten vergeblich auf den Rücklauf leerer Waggons warten. Auch LKW-Kapazitäten Richtung Italien seien – oftmals auch mangels Gegenfrachten – knapp.

Ansonsten tue sich am heimischen Markt nichts Besonderes, hieö es rund um die Notierungssitzung an der Wiener Produktenbörse am Mittwoch, 15. Feb. Die Brotweizennotierungen oszillierten wiederum in einem sehr engen Band teilweise nach oben und unten. Lediglich Futterweizeneinfuhren nach Niederösterreich aus den östlichen EU-Nachbarstaaten verbilligten sich spürbar. Dies wird einer Entspannung der Engpässe bei LKW-Fuhren im Inland geschuldet, auch die durchgehende Schiffbarkeit der Donau wird in Kürze erwartet.

Dem Vernehmen nach seien jüngst Ölmühlen wieder am Markt aktiv geworden, obwohl sie sich bisher gut gedeckt gezeigt hätten. Dabei würden wohl im Fahrwasser der internationalen Märkte – insbesondere der Rapsnotierungen -durchaus auch hierzulande höhere Preise besprochen. Leicht nachgegeben haben die Wiener Notierungen von Sojaschrotimporten, lediglich heimischer Schrot zog etwas an.

Christian Posekany, AIZ

- Werbung -
Vorheriger ArtikelLandesprämierung 2017: Galaabend am 10. März
Nächster ArtikelFerkelmarkt KW 08/2017: Plus fünf Cent in Ober- und Niederösterreich