Europaparlament will bessere Förderung von Jungbauern

Auf die enorme Bedeutung der Generationenerneuerung in der Landwirtschaft hat das Europaparlament hingewiesen. Mit großer Mehrheit sprachen sich die EU-Abgeordneten vor Kurzem in Straßburg dafür aus, langfristige Strategien zur Förderung der Junglandwirte zu entwickeln.

Hofübergabe an junge Nachfolger soll in allen EU-Ländern besser unterstützt werden.

Begleitend sprachen sich die Abgeordneten laut Agra-Europe dafür aus, die Beschäftigung in der Landwirtschaft attraktiver zu machen durch Niederlassungshilfen, Steuererleichterungen sowie weitere Anreize insbesondere für den Flächentransfer.

Die Abgeordneten sehen die einzelnen Mitgliedstaaten in der Pflicht, die Position von jungen Hofübernehmern auf den nationalen Bodenmärkten zu stärken. Ins Spiel bringt deren Entschließung unter anderem Vorkaufsrechte, Obergrenzen für Verkauf und Pacht sowie langfristige Nutzungsgarantien. Zudem sollen die nationalen Regierungen der EU-27 für mehr Transparenz auf den Bodenmärkten sorgen und auch die Entwicklungen genauer verfolgen.

Gefordert sei ebenso die EU-Kommission. Brüssel sollte die rechtlichen Rahmenbedingungen vereinfachen und Bürokratie abbauen. Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten soll sich die Kommission außerdem Problemen wie der Konzentration von Landbesitz widmen und sicherstellen, dass Junglandwirte beim Zugang zu Flächen nicht in unangemessener Weise mit Unternehmen beziehungsweise Investoren konkurrieren müssen.

COPA/COGECA: „Die Probleme wurden richtig erkannt“

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) attestierten den EU-Parlamentariern bereits, die Probleme vieler junger Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer richtig erkannt zu haben. Die Generationenerneuerung gewinne stetig an Bedeutung und berühre sämtliche Themenbereiche, erklärten die Ausschüsse. 

Voraussetzungen für den Einstieg von Junglandwirten in die elterlichen Betriebe seien ein angemessenes Einkommen, niedrige Hürden beim Zugang zu Betrieben und Flächen sowie der Abbau von Bürokratie.

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AUTORMartina Kiefer
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