V.l.: Achleitner und Stelzer treten für einen massiven PV-Ausbau in Oberösterreich ein.

Oberösterreich zum Vorreiter bei der Energiewende zu machen, ist erklärtes Ziel von Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Erreicht werden soll das ambitionierte Ziel insbesondere durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien. Nachdem das Potenzial der Wasserkraft im Bundesland ob der Enns bereits bestmöglich ausgeschöpft wird, richten sich die Bemühungen auf den Ausbau von Solarstrom. Eine eigens ausgearbeitete „OÖ Photovoltaik-Strategie 2030“ soll den Weg vorgeben. „Mit der Strategie wollen wir einerseits einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Anderseits schaffen wir mit dem massiven PV-Ausbau Arbeitsplätze und tragen so dazu bei, dass Oberösterreich gestärkt aus der Krise hervorgeht“, erklären Stelzer und Achleitner unisono.

Priorisierungsmodell für den PV-Ausbau

Innerhalb der nächsten neun Jahre soll die von PV-Anlagen erzeugte Leistung von 345 auf 3500 Gigawattstunden (GWh) gesteigert werden. Für diese Verzehnfachung der Leistung braucht es aber PV-Anlagen im Ausmaß von 3500 Fußballfeldern.

Stellt sich die Frage: Wo soll das hingebaut werden? Für Achleitner steht die Antwort fest: vorrangig aufs Dach. Er erklärt: „Ein gutes Dach ist ein Dach mit der PV-Anlage.“ Selbiges sieht das nachfolgende Priorisierungsmodell des Landes OÖ für den PV-Ausbau vor:

Höchste Priorität: PV-Ausbau auf Dächern (200.000-Dächer-Programm)
Hohe Priorität: Nutzung von Flächen, die bereits verbaut sind wie zum Beispiel Parkplätze
Mittlere Priorität haben PV-Freiflächenanlagen auf belasteten Flächen wie Halden, Deponien, Verkehrsflächen
Geringste Priorität haben PV-Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlich mindernutzbaren Böden

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AUTORElisabeth Hasl
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