Bauernbund: “Gas geben” für mehr Klimaschutz

Die Energieproduktion aus erneuerbaren Rohstoffen wie Biomasse, Biogas, Holzgas oder Wasserstoff sind unsere Zukunft. FOTO: Kletr-adobe.stock.com

Gas aus Maisstroh, Mist oder Grünschnitt aus der Gemeinde

“Die Zukunft der Energieversorgung ist ein breiter Energiemix. Wind, Wasser und Photovoltaik sowie die Energieproduktion aus erneuerbaren Rohstoffen wie Biomasse, Biogas, Holzgas oder Wasserstoff sind unsere Zukunft. Das derzeit vom Klimaministerium ausgearbeitete Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ist eine große Chance, um rasch die richtigen Rahmenbedingungen für den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in der Energieproduktion zu schaffen. Um die Klimaziele erreichen zu können, benötigen wir in den nächsten zehn Jahren 30 Mal so viel Grünes Gas wie heute. Im Grünen Gas schlummert also enormes Potenzial, das wir jetzt nützen müssen”, so der Bauernbund-Präsident. “Gas aus erneuerbaren Rohstoffen wird einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gleichzeitig bietet das klimaneutrale Biogas Potenzial für die Land- und Forstwirtschaft und damit für mehr regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze”, sagt Strasser.

Besonders interessant sei die Biogastechnologie etwa für die Verwertung von land- und forstwirtschaftlichen Abfällen, wie beispielsweise Maisstroh, Mist aus tierischen Ausscheidungen, die Verwertung von Grünschnitt aus den Gemeinden oder anfallendes Schadholz, so der Bauernbund-Präsident.

Grünes Gas stabilisiert Stromnetz

Anfang Jänner schrammte Europa nur knapp an einem flächendeckenden Stromausfall vorbei. Grund dafür war ein Frequenzabfall im Stromnetz, ein sogenanntes Beinahe-Blackout. “Der Ausbau erneuerbarer Energien, besonders die volatile Photovoltaik- und Wind-Stromerzeugung im Winter, führt zu Schwankungen im Stromnetz. Ohne Gaskraftwerke könnte aktuell eine stabile Versorgung mit Strom wohl nicht gewährleistet werden”, so Plank.

Vorzeigebetrieb Energieversorgung Margarethen am Moos

Aus landwirtschaftlichen Abfällen hochwertiges Biomethan herstellen – der Energie-Pionierbetrieb in Margarethen am Moos hat das geschafft. Die Technologie für die Produktion von Grünem Gas ist auf diesem Betrieb vorhanden und funktioniert in der Praxis tadellos. “Wir haben das technische Know-how, jetzt ist politischer Wille gefragt – im Sinne des Klimaschutzes und der Energiewende”, so Fritz Schwarz, Gründervater der Energieversorgung Margarethen am Moos. Österreichs größte Biogasanlage wurde 2005 von Landwirten errichtet und ist mit einer hofeigenen Biomethan-Tankstelle für Pkw und Lkw ausgestattet. Aus rein landwirtschaftlichen Reststoffen wie Pferdemist, Maisstroh, Zwischenfrüchten und Gemüseresten wird Biogas hergestellt. Das Biogas wird gereinigt und ins öffentliche EVN-Erdgasnetz eingespeist.

Red. SN

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