Anders Wall Award geht an die Stiftung Fürst Liechtenstein Wilfersdorf

Der renommierte Anders Wall Award der Europäischen Landbesitzerorganisation (ELO) geht im Jahr 2020 erstmals an einen österreichischen Land- und Forstwirtschaftsbetrieb. Anfang Juni wurde die Stiftung Fürst Liechtenstein, Guts- und Forstbetrieb Wilfersdorf, für ihr umfangreiches Engagement im ländlichen Raum mit diesem besonderen Preis ausgezeichnet.

Die Stiftung Fürst Liechtenstein Wilfersdorf hat mit ihrem Projekt “35 Aktionen für ein lebenswertes Natur- und Kulturerbe in Niederösterreich” auf Anhieb diese Auszeichnung gewonnen. Prinz Constantin von Liechtenstein, Geschäftsführer der Stiftung Fürst Liechtenstein: „Wir verstehen diesen Award als besondere Anerkennung für unser Bemühungen das natürliche und kulturelle Erbe der uns anvertrauten Flächen zu erhalten. Nachhaltigkeit ist einer der Grundprinzipien der Stiftung, wirtschaftlicher Erfolg muss im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Zielen stehen. Der Anders Wall Award ist eine wunderbare externe Bestätigung europäischer Dimension unserer Bemühungen für das natürliche und kulturelle Erbe auf den uns anvertrauten Flächen.“

Der seit dem 12. Jhdt. im Familienbesitz befindliche Betrieb hat sich insbesondere in den letzten 25 Jahren umfangreich und innovativ mit Projekten zur Erhöhung der Biodiversität und Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes allein oder gemeinsam mit öffentlichen Institutionen oder NGO´s beschäftigt. 200 ha Wald sind außer Nutzung gestellt und weitere 250 ha landwirtschaftliche Flächen dienen speziellen Biodiversitätsprogrammen. Im Jahr 2019 wurde eine eigene Broschüre zum Thema „BIODIVERSITÄT sichern.managen.vermitteln“ erstellt.
Im Bereich des kulturellen Erbes wurden u.a. die Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf renoviert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht sowie historische Bauten aus der Biedermeierzeit im Wienerwald gepflegt. Das Schloss Wilfersdorf ist im Rahmen einer richtungsweisenden Kooperation mit dem Land NÖ, der Gemeinde Wilfersdorf und einem lokalen Verein fixer Bestandteil des lokalen Kulturprogramms geworden.
Im Naturpark Sparbach, dem ältesten und einzigen privat geführten Naturpark Österreichs, werden mit vielfältigen Bildungsprogrammen (Österr. Umweltzeichen für Bildungseinrichtungen) Kinder und Erwachsenen die Besonderheiten der Natur und deren Bewirtschaftung näher gebracht. Ca. 90.000 Besucher genießen hier jedes Jahr die Besonderheiten des Wienerwaldes, spannende Naturpark-Attraktionen und lokale Spezialitäten wie Wildprodukte, Honig, etc.
Auch im Bereich der erneuerbaren Energien ist der Betrieb seit vielen Jahren Vorreiter bei der Erzeugung von Biomasse, Unterstützung von Windpark-Projekten und Installation von Photovoltaik-anlagen. Im Dezember 2020 gehen erstmals zwei eigene Windräder mit einer Jahresproduktion von 20 Mio. kWh in Betrieb.

Die Anders Wall Stiftung aus Stockholm hat in Kooperation mit der Europäischen Kommission, Generaldirektion Umwelt, der Königlichen Schwedischen Akademie für Land- und Forstwirtschaft sowie der „Friends of the Countryside“ diese Auszeichnung ins Leben gerufen, um private Personen und Betriebe, die einen außerordentlichen Beitrag für die Entwicklung des ländlichen Raumes innerhalb der Europäischen Union leisten, zu würdigen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird einmal pro Jahr verliehen.

Die Auswahlkriterien sind
• Erhaltung und Verbesserung der Landschaft
• Förderung der Biodiversität
• Bewahrung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum
• Förderung einer nachhaltigen, lokalen wirtschaftlichen Entwicklung
• Lokale, nationale und überregionale Aktivitäten

- Bildquellen -

  • Liechtenstein: Stiftung Fürst Liechtenstein
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