Das Unternehmen produziert auf 300 Quadratmeter bis zu 50 Tonnen Wels.

Bei einem Fachkurs bei Hoffisch in Pötting stand die moderne Form der Indoor-Fischzucht im Fokus. Organisiert vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Oberösterreich und der Landwirtschaftskammer, zog die Veranstaltung zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich an. Diese tauchten in die Welt der Aquakultur ein und erhielten wertvolle Einblicke in Themen wie ressourcenschonende Kreislaufanlagentechnik, Marktchancen und Aquaponik, einer Kombination aus Fischzucht und Gemüsebau. Die praxisorientierte Veranstaltung zeigte, wie mit minimalem Wasserverbrauch und technologischem Fortschritt hochwertiger heimischer Fisch produziert werden kann.

Ressourcenschonende Kreislaufanlagentechnik

Fachvorträge, unter anderem von den Landwirtschaftskammerreferenten Martin Mayringer, Melanie Haslauer, Benedikt Berger und Christian Bauer vom Bundesamt für Wasserwirtschaft, boten den Gästen wertvolle Erkenntnisse zu Themen wie moderne Kreislaufanlagentechnik, Marktchancen und Fördermöglichkeiten sowie Aquaponik – eine Form der Aquakultur, die Fischzucht mit Gemüsebau kombiniert. Die Betriebsführung ließ die theoretischen Inhalte plastisch und greifbar werden. Beim Fischzuchtbetrieb Hoffisch zeigt sich, wie Hofladen und regionale Produkte, Fisch-Gastronomie, Eigenverarbeitung und hochmoderne Zuchtanlage erfolgreich verknüpft werden können. Betriebsleiter Christoph Rott hat seine Fischzucht seit 2016 kontinuierlich ausgebaut. Heute produziert er auf 300 Quadratmeter bis zu 50 Tonnen Wels. Ein innovatives Kreislaufsystem minimiert den Wasserverbrauch, während ein Biofiltersystem die Wasserqualität maximiert. Die Wasserversorgung wird durch einen eigenen Brunnen sichergestellt. Rott überwacht täglich die Wasserqualität, um das Wohlergehen der Fische zu garantieren.

 

Quelle: Melanie Haslauer
Von Außen glaubt man kaum, was sich drinnen abspielt: 2024 wurde die neue Fischzuchtanlage Hoffisch in Pötting eröffnet.

Perspektiven für die regionale Fischzucht

„Rückschläge gehören dazu, aber sie haben mich nicht aufgehalten. Aus jedem Fehler habe ich gelernt“, erzählt Rott. Ausgebildet als Gartengestalter, hat er sich zum Fischzuchtexperten weiterentwickelt und vermarktet seinen Fisch – unterstützt von seiner Familie und seinem Bruder Markus – sowohl als Frischeprodukt als auch in veredelter Form, etwa als Räucherware oder in Form von Fischgerichten wie Welsburger und Welsschnitzel. 

Der Fachkurs demonstrierte praxisnah, wie Fischzucht regional und ressourcenschonend mit minimalem Wasserverbrauch umgesetzt werden kann – mit modernster Technik und einem klaren Ziel: hochwertiger heimischer Fisch aus Oberösterreich. Melanie Haslauer betonte außerdem das umfassende Beratungs- und Weiterbildungsangebot der Landwirtschaftskammern, das ständig erweitert wird, um Interessenten optimal beim Einstieg in die Fischzucht zu unterstützen.

 

- Bildquellen -

  • Anlage: Melanie Haslauer
  • Welse in der Anlage: Melanie Haslauer
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AUTORred. KaBe
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