Schweinemarkt KW 36-37/’22: Schlachtreife Schweine anhaltend knapp

Schwache Umsätze bei vergleichsweise hohem Preisniveau kennzeichnen aktuell die europäischen Märkte für Schlachtschweine und Schweinefleisch. Das Umsatzvolumen liegt und etwa fünf bis zehn Prozent unter dem langjährigen saisonalen Niveau. Substanziell sind die inflationsbedingten Einbußen speziell bei teureren Teilstücken.
Auf Erzeugerseite hadern viele mit der Kostenentwicklung bei Futter und Energie, was trotz rekordhoher Erlöse nur zu mittelmäßiger Rentabilität führt. Vor diesem Hintergrund konnte das deutsche Preisbildungsmodell die Preisempfehlung um weitere fünf Cent nach oben setzen. Nach dem Ende der Sommersaison in den Mittelmeerländern erwartet man dort für heuer keine weiteren Preisverbesserungen.

In Österreich ist die Nachfrage nach Schlachtschweinen anhaltend groß. Mit weniger als 90.000 Schlachtungen pro Woche ringen die Schlächter seit August um Auslastung ihrer Betriebe. Dieser Umstand wird aktuell häufiger als Kaufmotiv angeführt, als ein lebhafter gewordenes Fleischgeschäft. Mit dem Ende der Grillsaison versiegt diese Absatzschiene allmählich.
Unter Bezugnahme auf das anhaltend rekordtiefe Angebot, konnte die Erzeugerseite an der Ö-Börse ein Plus von drei Cent erzielen.

Preise KW 36-37/’22 (Marktbericht vom 08. September 2022):

Mastschweine-Notierungspreis:  EUR 2,19 (+0,03)
Berechnungsbasis:                    EUR 2,09

Zuchten-Notierungspreis:          EUR 1,40 (+0,05)
Berechnungsbasis:                    EUR 1,30

Dr. Johann Schlederer

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AUTORRed. CW
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