Rotweißrote „iFarm“ fördert Landwirtschaft 4.0

Im Herbst 2018 angekündigt, hat Österreichs erster digitaler Muster-Bauernhof trotz Corona-Krise dieser Tage seinen Betrieb aufgenommen.

Die Landwirtschaft soll mit Hilfe neuer Technologien umweltgerecht weiterentwickelt werden.

Die „Innovation Farm“ soll einen wichtigen Beitrag liefern, um Österreichs Landwirtschaft zukunftsfit zu machen, betont Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Speziell in den Sparten Ackerbau, Grünland und Tierhaltung werden auf der rotweißroten iFarm neue Technologien gefördert und getestet. Und die Erkenntnisse daraus so aufbereitet, „dass für möglichst viele ein Nutzen erkennbar wird und daraus gezogen werden kann.“ Dutzende Forscher und Berater sind involviert, über den Cluster „Digitalisierung in der Landwirtschaft“, dazu Behörden und Verbände, um eine umweltgerechte Weiterentwicklung der Landwirtschaft mit Hilfe neuer Technologien zu fördern.

Koordiniert vom Josephinum Research in Wieselburg hat die Innovation Farm Mitarbeiter an zahlreichen Außenstellen, etwa im Research & Development-Zentrum Raumberg-Gumpenstein, in der AGES und im Umweltbundesamt, Landtechniker des Bildungszentrums Mold, weiters Uni-Professoren der BOKU, Lehrer, Berater , Rinderzucht-Experten sowie zahlreichen Vertretern anderer Organisationen und Unternehmen.

Deren Anliegen: Die Anwendung von „Landwirtschaft 4.0“-Technologien dank fortschreitender Digitalisierung kompatibler, vor allem benutzerfreundlicher zu gestalten. Heinrich Prankl vom Josephinum Research betont. „Digitalisierung macht nur dann einen Sinn, wenn ein Nutzen für die Praktiker erkennbar ist.“ Spezielles Augenmerk gelegt werden soll auch auf Anwendungen für Österreichs kleinstrukturierte Agrarbetriebe.

Köstinger: „Unsere Innovation Farm mit den drei Forschungs- und Bildungsstandorten in Wieselburg, Mold und Raumberg-Gumpenstein wird eine entscheidende Rolle spielen, um die neuen Technologien für die Praxis verfügbar zu machen. Noch werden in Österreich laut Umfragen erst Ackerflächen im unteren zweistelligen Prozent-Bereich mit GPS-gesteuerten Technologien bewirtschaftet. Nur etwa jeder zehnte Ackerbauer setzt auf seinem Betrieb Farmmanagementsysteme ein. Das soll sich rasch ändern. In der Tierhaltung im Vormarsch sind Stalltechnik- und Tierkontrollsysteme, über die man via Smartphone gesteuert das Stallklima oder die Kühe kontrollieren kann. Dank intelligenter Apps und vernetzten Systeme sind immer mehr Bäuerinnen und Bauern rund um die Uhr „up to date“.

Wenige Tage vor Ostern ging die Hof-Page der Innovation-Farm online. Auf dieser findet man erste, bereits laufende Projekte, um zu sehen, was hier untersucht und weiterentwickelt wird.

www.innovationfarm.at

(BW)

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  • IFarm: ZVG
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