Wie gestern Mittwoch einige Medien berichtet haben, ist der heimische Pestizidverbrauch gestiegen. Was weniger bekannt ist: Der gestiegene Pestizidverbrauch in Österreich hat eindeutige Ursachen. “Es sind dies hauptsächlich das Gas CO2 sowie die Wirkstoffe Schwefel und Kupfer. CO2 wird von der Statistik als Wirkstoff, der gegen Vorratsschädlinge in der Lagerhaltung und nicht am Feld eingesetzt wird, erst seit 2016 erfasst. Dieser Schritt erhöhte jedoch in der Statistik den Insektizid-Anteil von 149 t im Jahr 2011 auf 1.580 t im Jahr 2018”, stellt die Landwirtschaftskammer (LK) Österreich zu diesbezüglichen Veröffentlichungen fest.

“Der zweite Grund für den Anstieg liegt in der deutlichen Steigerung bei den Wirkstoffen Schwefel und Kupfer, die vornehmlich im Bio-Landbau beziehungsweise auch vermehrt in der integrierten Produktion von konventionell wirtschaftenden Landwirten verwendet werden. So zeigt das Ansteigen der Menge an Schwefel von 675 t im Jahr 2011 auf 1.151 t im Jahr 2018 eindeutig das gleichzeitige starke Wachstum der Bio-Bewirtschaftung in der Landwirtschaft. Wer die übrigen Daten des Pestizidverbrauchs sieht, kann feststellen, dass CO2, Schwefel beziehungsweise Kupfer für diesen deutlichen Anstieg verantwortlich zeigen, da die Herbizidmengen gleichzeitig spürbar gesunken, die Insektizide nahezu gleichgeblieben und einzig die Fungizide angestiegen sind. Eine verantwortungsvolle Interpretation der Statistik hätte alle Fakten auf jeden Fall berücksichtigen und auch kommunizieren müssen”, wird vonseiten der LK Österreich betont.
(M.S.)

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  • Fungizid Abendstunden 34 ID91215: agrarfoto.com
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