Kartoffelmarkt KW 40/2019: Ernte dürfte bald vor dem Abschluss stehen

In der letzten Woche wurden die Rodearbeiten bei schönem Herbstwetter zügig fortgesetzt. Gebietsweise ist die Ernte auch schon weit fortgeschritten und dürfte bald vor dem Abschluss stehen. Am Gesamtbild ändert sich nichts mehr. Die Hektarerträge schwanken heuer überaus stark. Qualitativ gibt es auch heuer Probleme mit Drahtwurm, Schorf, Verformungen und Mäusefraß. Insgesamt halten sich die qualitätsbedingten Aussortierungen aber in Grenzen. In Summe stehen damit mehr Speisekartoffeln als letztes Jahr aber doch etwas weniger als in einem Durchschnittsjahr zur Verfügung. Mit der Absatzsituation ist man für die Jahreszeit durchaus zufrieden. Nach den Einlagerungsaktionen des LEHs dürfte sich die Inlandsnachfrage wieder etwas beruhigen. Bei den Erzeugerpreisen ändert sich nur wenig. In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn ein Preisband von 22,- €/100 kg für Einlagerungsware bis 28,- €/100 kg genannt. Auch in Oberösterreich wurden zuletzt Preise von bis zu 28,- €/100 kg bezahlt.

Deutschland

In Deutschland ist die Ernte von Speisekartoffeln bald geschafft und geht rasch dem Ende entgegen. Meistens waren die Erntebedingungen sehr gut, hier und da war die Trockenheit ein Problem. Mit der Qualität der Speiseware ist man auch meist zufrieden. Zuletzt nahmen aber doch die Schäden durch Mäusefraß oder Drahtwurmbefall zu. Die Absatzseite zeigt sich derzeit sehr aufnahmefähig. Einerseits erhält die Inlandsnachfrage durch die laufenden Sonderaktionen im LEH Impulse. Andererseits kann auch stetig nach Ost- und Südosteuropa exportiert werden. Darüber hinaus fließen die guten Qualitäten ins Lager. Die Erzeugerpreise konnten sich auf dem Vorwochenniveau knapp behaupten. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 18,50 bis 19,50 €/100 kg bezahlt.

Martin Schildböck

 

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