Grottenhofer Schulfest

Der Neu- und Umbau der Fachschule Grottenhof in Graz ist fertig. Darüber freute sich Landesrat Hans Seitinger ganz besonders.

Für Hans Seitinger war die Eröffnung der neu- und umgebauten Landwirtschaftsschule Grottenhof – wie es Landeshauptmann Christopher Drexler später ausdrücken sollte – das „Finale seiner 20-jährigen Tätigkeit in der Steiermärkischen Landesregierung“. In rund 15-monatiger Bauzeit wurde das 21-Millionen-Euro-Projekt von über 30 involvierten Firmen umgesetzt.

In den Ausführungen von Landesrat Seitinger spürte man förmlich, dass ihm die Landwirtschaftsschulen besonders ans Herz gewachsen waren: „Unsere Landwirtschaftsschulen sind nicht nur Fachausbildungsstätten, sondern auch Lebensschulen, wo den jungen Leuten die Verantwortung für Mensch, Natur und Tier gelehrt wird und wo das Handwerk genauso wichtig ist wie das Kulturleben.“ Den Schülern und deren Eltern legte er ans Herz: „Wir haben Bildungsstätten, die in ihrer Ausstattung hervorragend sind. Wir haben großartige Pädagogen und praxisnahe Anlagen, aber lernen müssen die Schüler selbst.“

Was den neuen Grottenhof betrifft, war es Seitinger besonders wichtig, dass der Baustoff Holz in einer modernen Architektur bestens zum Einsatz kommt. Zudem sei es hier gelungen, einen Marktplatz für bäuerliche Bioproduzenten zu schaffen. „Überhaupt soll der Grottenhof ein transparenter Ort sein, wo Menschen aus der Stadt erfahren können, wie Landwirtschaft in der Praxis funktioniert.“

Lob an Seitinger

Auch Landeshauptmann Drexler zeigte sich von der „neuen, hellen, offenen und modernen Schule“ begeistert und lobte die „großartige Architektur des Holzbaus“. Er betonte aber auch, dass Hans Seitinger immer ein starker Fürsprecher des landwirtschaftlichen Schulwesens gewesen sei. „Beständigkeit und Hartnäckigkeit haben ihn immer besonders ausgezeichnet“, sagte Drexler. Ähnlich formulierte es auch Landeshauptmannstellvertreter Anton Lang.

Nach der kurzen Begrüßung durch Direktor Erich Kerngast wurde der Festakt mit dem von einem Streichquartett vorgetragenen Musikstück „Ungarischer Tanz Nr. 6“ von Johannes Brahms eröffnet. Das hatte seinen Grund. Diese Komposition stammt aus dem Jahr 1867, das ist jenes Jahr, in dem die Fachschule Grottenhof gegründet worden ist. Neben der dreijährigen Facharbeiter-Ausbildung werden auch einjährige Lehrgänge für Pferdewirtschaft, Ökolehrgänge für Erwachsene und die Berufsreifeprüfung angeboten. Zum Grottenhof, der seit 2005 von Erich Kerngast geleitet wird, gehören ein biologisch geführter landwirtschaftlicher Lehr- und Versuchsbetrieb mit insgesamt 320 Hektar samt Stallungen in Graz und Thal, wo sich auch das Pferdewirtschaftszentrum befindet.

Quelle: Brodschneider

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moderner Holzbau

Der Schulneubau, der in 15 Monaten realisiert worden ist, umfasst alle Unterrichtsräume, die gesamte Verwaltung, die Küche, den Turnsaal und neuen Bio-Hofladen. Das ehemalige Schul- und Internatsgebäude wurde umfassend saniert und dient nun ausschließlich der Unterbringung der Schüler. Bei der Errichtung des Baus wurden hohe Anforderungen hinsichtlich Qualität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gelegt.

Zu einem Besuchermagneten soll sich der neue Bio-Hofladen entwickeln. Dabei wird am Grottenhof erstmals ein innovatives Betriebskonzept für den Hofladen eingesetzt. Ein externer Betreiber sorgt für regelmäßige Öffnungszeiten und mehr Bio-Lebensmittel. Fix im Sortiment sind aber auch die schuleigenen Spezialitäten, die von den Schülern vor Ort produziert werden. Im Zuge ihrer Ausbildung werden die Schüler auch weiterhin in den Verkauf eingebunden.

- Bildquellen -

  • Grottenhof 2: Brodschneider
  • Grottenhof 1: Brodschneider
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AUTORKarl Brodschneider
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