Ferkelmarkt KW 44/2020: Super-GAU in Deutschland, heimischer Markt entspannter

Die Ferkelmärkte im gesamten EU-Raum leiden unter den Verwerfungen, die Corona und die ASP mit sich bringen. In unserem Nachbarland Deutschland steuert jedoch der gesamte Schweinemarkt einem Supergau zu. Erst stürzten aufgrund des Ausbruchs der ASP die Preise ins Bodenlose und nun sind Mastschweine und Ferkel nicht einmal mehr aus den Ställen zu bekommen. Coronabedingt brechen immer mehr Schlachtkapazitäten weg. Krankheitsbedingt oder wegen verhängter Quarantäne fehlen inzwischen den Schlachtbetrieben viele Mitarbeiter. Wöchentlich bleiben deswegen ca. 80.000 fertige Schlachtschweine stehen. Dieser Rückstau setzt sich auch auf die Ferkelstufe fort. Für die deutschen Schweinehalter ist die Lage am Markt ein finanzielles Desaster, zudem stellen die chaotischen Verhältnisse in vielen Stallungen eine Katastrophe dar.

In Österreich ist die Ferkelmarktlage deutlich entspannter, obwohl auch hierzulande ein saisonal bedingter Ferkelüberhang vorliegt. Bei gleichbleibendem Angebot, zeigt die Nachfrage eine steigende Tendenz. Damit ist man aktuell in der Lage, die Ferkelrückstellung gleich zu halten oder sogar leicht zu reduzieren. Die heimische Ferkelnotierung bleibt mit 2,10 Euro/kg unverändert zur Vorwoche.

Notierung Öhyb-Ferkel  KW 44 / 27. Okt. bis 1. Nov. 2020:

                                                       (Euro/kg)
• Öhyb-Ferkel NÖ, OÖ, Stmk.             2,10  (=)

Johann Stinglmayr, VLV

 

 

 

 

 

 

 

 

- Bildquellen -

  • Ferkel Vor Absetzen 3 ID77187: Agrarfoto.com
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