“Es braucht mehr Unterstützung für bäuerliche Familien”

Im Landwirtschaftsausschuss stand am Dienstag der “Grüne Bericht” auf der Tagesordnung.  Anlässlich der Präsentation erklärte Bauernbund-Präsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Georg Strasser, dass Bauernfamilien finanzielle Unterstützung bräuchten. Zehn Jahre nominell stagnierende Einkommen würden das zeigen. Demnach seien die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben und hätten sich durchschnittlich auf 27.966 Euro je Betrieb belaufen.

Den Einkommensverlust von zehn Prozent gegenüber  2016 und 2017 habe das nicht wettgemacht. “Die Bäuerinnen und Bauern müssen mit ihren Einkommen wieder auskommen können. Sonst steht auch die Selbstversorgung der österreichischen Bevölkerung auf dem Spiel”, meint Strasser.  Deshalb habe die Bundesregierung ein 400 Millionen Euro-Maßnahmenpaket geschnürt – das bislang größte Entlastungspaket seit vielen Jahren für die Land- und Forstwirtschaft, so Strasser.

Grüner Bericht zeigt Anstieg der Agrarexporte

Die Wichtigkeit der Maßnahme sei auch im aktuellen “Grünen Bericht” abgebildet, da sich die Situation 2019 vor allem für die Forstwirtschaft besorgniserregend darstellte. Strasser hob zudem den Verlustersatz für die Landwirtschaft hervor, der für stark betroffene Betriebe in der Landwirtschaft gerade in der Corona-Krise eine wesentliche Hilfsmaßnahme sei. „Mit diesem Modell können Einkommensverluste besonders stark betroffener Branchen, wie aktuell beispielsweise die Schweinebranche oder die Weinbauern, abgefedert werden. 60 Millionen Euro stehen für die am stärksten von der Corona-Krise betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe rasch und unbürokratisch zur Verfügung.“

Der Bauernbundpräsident  ging auch auf die Exportsituation ein. So stiegen die Exporte laut dem Bericht um 6,8 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, bei den Importen gab es eine Steigerung um 4,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. „Was die Zahlungen aus den EU-, Bundes- und Landestöpfen betrifft, ist es im Berichtsjahr 2019 zu einer Steigerung auf insgesamt 2,147 Milliarden Euro gekommen. Dies bedeutet einen Anstieg um rund 2,4 Prozent bzw. 51 Millionen im Vergleich zu 2018“, so Strasser. 

- Werbung -
AUTORred.V.S.
Vorheriger ArtikelFlorianijünger rückten 2020 63.000 Mal aus
Nächster ArtikelRZV: Deutlicher Preisanstieg