Biogas macht aus Mist bares Geld

In Biogasanlagen wie in Margarethen am Moos (NÖ) wird Biogas hergestellt, das gereinigt ins öffentliche Gasnetz eingespeist wird.

Österreichs Gaswirtschaft stellt schrittweise auf Grünes Gas um. Für die Biogas-Gewinnung sind Österreichs Bauern ein wichtiger Partner: Denn landwirtschaftlicher Abfall ist der Rohstoff für das Gas der Zukunft.

Energie für Betriebe sowie Heizwärme

Österreichs Landwirte spielen für die Energieversorgung der Zukunft eine Schlüsselrolle, denn sie haben den Stoff, der für die Gaswirtschaft immer inte-
ressanter wird: landwirtschaftliche Abfälle und Reststoffe. Aus Mist wird wertvolle Biomasse: aus Weizengras, Grannen, Maisstängeln und -blättern, ausgepressten Weintrauben, verdorbenem Obst und Gemüse, aber auch aus Stallmist, Gülle und Molkereiabfällen wird klimaneutrales Biogas gewonnen. Biomasse wird in speziellen Anlagen kontrolliert vergoren – also ohne, dass klimaschädliches Methan entweicht – und zu wertvollem Biogas verarbeitet. Dabei entsteht Energie für Betriebe und Heizwärme. Bei Bedarf kann Grünes Gas sogar verstromt werden.
Landwirtschaftlichen Abfälle bekommen dadurch einen neuen Wert, und Österreichs Bauern eine zusätzliche Einnahmequelle: „In der Aufbereitung von Biomasse zu Grünem Gas liegt ein wichtiger Zukunftsmarkt für land- und forstwirtschaftliche Rest- und Nebenprodukte. Die Gaswirtschaft ist Partner der Landwirtschaft“, sagt Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands Gas Wärme.

Zahlreiche Vorteile 

Der Hintergrund: Österreichs Gaswirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Gasversorgung schrittweise von fossilem auf Grünes Gas umzustellen. Das ist ehrgeizig, aber machbar. Studien belegen, dass Österreich das Potenzial hat, seinen Gasbedarf künftig weitgehend mit Grünem Gas zu decken. Das hat viele Vorteile: Grünes Gas ist nicht nur ein Gewinn für Klima und Umwelt, es macht Österreich von internationalen Gaslieferungen unabhängig, sichert die Energieversorgung des Landes, schafft Arbeitsplätze und einen neuen Geschäftszweig für Österreichs Bauern.
Die Gaswirtschaft ist bereit, die Weichen zu stellen und Geld für Investitionen in Grünes Gas in die Hand zu nehmen. Mock: „Wir sind überzeugt davon, dass die Gaswirtschaft mit der Nutzung der Grün-Gas-Potenziale einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Aufrechterhaltung einer erschwinglichen Energieversorgung in Österreich leisten kann. Dazu brauchen wir jetzt gesetzliche Rahmenbedingungen. Konkret: Im Erneuerbaren Ausbau Gesetz braucht es einen klaren Rechtsrahmen für Grünes Gas mit einem Fördersystem zur Anschubfinanzierung, das vergleichbar mit der neuen Ökostromförderung ist.“

Informationen über das Grüne Gas der Zukunft unter www.gruenesgas.at

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