Kartoffelmarkt KW 45/2019: Der österreichische Erdäpfelmarkt gestaltet sich ruhig und ausgeglichen

Die Lage am österreichischen Erdäpfelmarkt gestaltet sich ruhig und ausgeglichen. Die Lager der Händler sind einigermaßen gut gefüllt, wobei auch weiterhin Kartoffeln von den Landwirten angeliefert werden. Angesichts der fehlenden mittelfristigen Preisperspektiven trennen sich heuer viele Landwirte lieber früher als später von ihrer Ware. Das Inlandsgeschäft läuft derweil novembertypisch ruhig und unspektakulär. Die Haushalte sind meist noch gut mit Aktionsware eingedeckt. In den kommenden Wochen sollte der Absatz aber wieder anziehen. Exporte werden weiterhin kaum getätigt. Anfragen aus Südost- und Osteuropa kommen zwar stetig herein, aktuell scheitern Abschlüsse aber zumeist noch am Preis. Bei den Erzeugerpreisen haben sich auch diese Woche keine Änderungen ergeben. In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn ein Preisband von 22 Euro/100 kg bis 28 Euro/100 kg genannt. Aus Oberösterreich wurden ebenfalls unveränderte Preise von bis zu 28 Euro/100 kg gemeldet.

Deutschland

In Deutschland wurde die Versorgungssituation am Speisekartoffelmarkt zuletzt immer knapper. Die Felder sind mittlerweile überall geräumt und ein großer Teil der eingelagerten Kartoffeln befindet sich noch im Schwitzprozess. Gleichzeitig ist die Nachfrage im Inland und vor allem aus dem Ausland vergleichsweise rege. Die geforderten Lagerkostenaufschläge wurden vom LEH weitgehend akzeptiert. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist nach der Preiserhöhung durchaus gegeben. Im Bundesdurchschnitt lagen die Preise zuletzt zwischen 20 bis 22 Euro/100 kg.

Martin Schildböck

 

- Werbung -
Vorheriger ArtikelBFW: Zwischenauswertung der Waldinventur 2016/18
Nächster ArtikelHohe Verluste bei Verzicht auf Pflanzenschutz