Tofu besteht meist aus Sojabohnen.

Die französische Agentur für Lebensmittelsicherheit, ANSES, hat empfohlen, in der Großgastronomie auf Lebensmittel auf Sojabasis zu verzichten. Begründet wird das mit gesundheitlichen Risiken, die mit der östrogenen Wirkung von Isoflavonen, den in Soja enthaltenen Molekülen, verbunden seien. Diese könnten bei übermäßigem Verzehr insbesondere das Fortpflanzungssystem beeinträchtigen. ANSES fordert daher Nahrungsmittelproduzenten auf, ihre Herstellungsverfahren zu überdenken.
Damit widerspricht die Behörde dem EU-Ziel, Eiweißquellen in der Humanernährung zu diversifizieren und vermehrt auf pflanzliches Eiweiß zu setzen. Die Reaktion europäischer NGOs, die eine rein vegetarische Ernährung fordern, fällt skeptisch aus: Es sei eine Missachtung wissenschaftlicher Standards und ein Versuch, pflanzliche Alternativen in Misskredit zu bringen. Die EU-Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, hatte zuletzt vor zehn Jahren Isoflavone im Kontext von Nahrungsergänzungsmitteln untersucht und keine schädlichen Effekte festgestellt.

- Bildquellen -

  • Tofu: aleksandran - stock.adobe.com
- Werbung -
AUTORKatharina Berger
Vorheriger ArtikelHagelversicherung: Wie die Allianz-Group bis 2050 klimaneutral wird
Nächster ArtikelTherapeuten auf vier Beinen