Bei der Gemeinderatswahl Ende Jänner ging Süß in seiner Heimatgemeinde Schrems (NÖ) als Spitzenkandidat der ÖVP als Sieger hervor. Mit 41,01 Prozent brach die Volkspartei erstmals seit 1945 die Vormachtstellung der SPÖ in der roten Kleinstadt.
Nun wird David Süß (35)Anfang März zum Bürgermeister gewählt und gibt, wie von ihm vor der Wahl angekündigt, seine bisherige politische Funktion in der Wiener Brucknerstraße ab.
Im Präsidium des Bauernbundes am Dienstag wurde mit Corinna Scharzenberger, 34, seine Nachfolgerin präsentiert und bestellt. Damit bekommt der Österreichische Bauernbund erstmals eine Direktorin. Auf Ebene der Landesbauernbünde haben mittlerweile schon öfters Frauen die Geschäfte geführt, allen voran Klaudia Tanner in Niederösterreich, Maria Sauer in Oberösterreich oder aktuell Alexandra Voithofer in Salzburg, Christina Rusch in Vorarlberg oder Elisabeth Wolff in Wien.
Die neue Leiterin der Bauernbund-Zentrale, eine gebürtige Steirerin aus Irdning im Bezirk Liezen, ist Juristin, arbeitete lange Zeit in der Agrarbezirksbehörde Stainach und kennt das glatte Wiener Polit-Parkett als frühere Abgeordnete zum Nationalrat (2019-2024). Ihre Wurzeln hat Scharzenberger in der JVP und dem ÖAAB.
Strasser: “Scharzenberger ist Steirerin mit Herzblut und viel politischem Know-how.”
Der Job war für einige der Vorgänger von Süß und nun Scharzenberger ein politisches Sprungbrett nach oben, so ab 1980 bis 2003 für die späteren Vizekanzler Josef Riegler, Wilhelm Molterer und Josef Pröll als Agrar- oder auch Finanzminister und zuletzt 2022 für Norbert Totschnig als Landwirtschaftsminister. Bauernbund-Präsident Georg Strasser hieß Scharzenberger besonders wohlwollend willkommen.
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- Scharzenberger: Bauernbund