Bildung schafft Selbstvertrauen

Gemeinsam mit dem LFI Österreich stellt die Bauernzeitung fünf Bäuerinnen vor, die für den ZAMm-Lehrgang begeistern möchten.

Selbstbewusste Bäuerinnen bringen einen Mehrwert für den ganzen ländlichen Raum.

Lebenslanges Lernen und immer am Ball bleiben – Bettina Aufhammer-Straif hat dieses Motto wie kaum jemand verinnerlicht. Nicht nur den ZAMm-Lehrgang hat sie neben ihrer Tätigkeit auf dem Hof und ihrem „zweiten Standbein“, der Arbeit bei der Tirol Milch, absolviert: Eine Ausbildung zur Seminarbäuerin, zur Käse-Sommelier, der Hochschullehrgang Lebensmittelwissen und ganz aktuell, ein Studium an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik stehen ebenfalls auf ihrem „Bildungsmenü“. 

So breitgefächert wie Bettinas Bildungsspektrum ist auch der Hof, den die dreifache Mutter (18, 15 und 11 Jahre alt sind die Kinder) mit ihrem Mann in Kössen bewirtschaftet: Auf dem Mutterkuh-Betrieb mit Nachzucht sind Schafe, Ziegen und Hühner zuhause, 16 Hektar Grünland und 16 Hektar Wald werden bewirtschaftet. Dass auch die Eltern am Hof leben und die Schwiegereltern beim Bewirtschaften helfen, ist ein großes Plus für Bettina: „Ich bin dankbar, dass ich auch für meine Weiterbildungsmaßnahmen immer auf die Unterstützung der ganzen Familie zählen konnte und kann.“

Quelle: Markus Beren
Bettina Aufhammer-Straif aus Kössen ist Orts- und Bezirksbäuerin in Kitzbühel und absolvierte den Lehrgang 2016/2017.

Mit Rat und Tat Seite an Seite

Als Ortsbäuerin und Bezirksbäuerin in Kitzbühel vertritt sie die Bäuerinnen der Region und ist dankbar für das Rüstzeug, das sie aus dem ZAMm Lehrgang 2016/2017 mitnehmen konnte: „So viele Tipps, die man sofort umsetzen kann, gibt es kaum in einer Ausbildung. Gerade praktische Übungen in der Gruppe, beispielsweise wie man wirkt, stärken das eigene Selbstvertrauen enorm. Aber allein das Zusammenkommen mit Gleichgesinnten und das Vernetzen machen diesen Lehrgang so wertvoll. Wir stehen uns natürlich auch gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite. Auch wenn man (noch) keine Funktion bekleidet ist er zu 100 Prozent zu empfehlen: Man traut sich nachher viel mehr zu und versteht, wie wichtig es ist, dass der ländliche Raum auch durch uns Frauen gut vertreten ist.“ Nachdem sich jede Ausbildung, alles neue, das man lernt, auszahlt und Lernen großen Spaß mache, sei Bettina natürlich ein absoluter „ZAMm-Fan“, erklärt sie. 

Quelle: Siegfried Weingartner
Ein breites Spektrum zeigt Bettina nicht nur in ihrem Lebenslauf, sondern auch in der Bewirtschaftung des familiären Bauernhofs.

Zwei Argumente möchte die Bäuerin noch hervorheben: „Der Einsatz für die Gesellschaft ist für mich sehr erfüllend. Es macht mir einfach Spaß, mich einzusetzen, damit es uns allen gut geht – und auch in diesen Funktionen lerne ich immer etwas dazu. Auf jeden Fall ist auch Bildung außerhalb der eigenen ‚Blase‘, wie man heute so schön sagt, wichtig – so bemerkt man schnell, dass noch ein großer Bedarf an Aufklärungsarbeit notwendig ist“, schließt Bettina. 

Das Projekt „ZAMm unterwegs“ wird unterstützt von Bund, Ländern und Europäischer Union.

- Bildquellen -

  • Portrait Tracht 375A7544 Markus Beren: Markus Beren
  • Endlofer, Loferberg DSF3788 Siegfried Weingartner: Siegfried Weingartner
  • Arbeit 375A7449 Markus Beren: Markus Beren
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AUTORMag. Astrid Schösser-Pichler
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